Investor Carsten Flügge plant Wohn- und Geschäftshaus an der Ostertorstraße

Abriss zum Jahresende

Geht es nach Investor Carsten Flügge, wird im ersten Halbjahr 2017 an der Ostertorstraße ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen.
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Geht es nach Investor Carsten Flügge, wird im ersten Halbjahr 2017 an der Ostertorstraße ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen.

Verden - Im Mai 2008 schloss das beliebte Café Engelhardt für immer seine Türen. Zwei Jahre später kam das Aus für das benachbarte Restaurant Al Gambero. Jetzt gibt es eine neue Perspektive für die Hausnummern 4, 6, 8 und 10 an der Ostertorstraße. Der Ausschuss für Stadtentwicklung nahm‘s mit Freude zur Kenntnis.

Carsten Flügge, Inhaber der CF Investment aus Weyhe, möchte die Gebäude abreißen und dort ein neues Wohn- und Geschäftshaus errichten. Aktuell plant der gebürtige Verdener zwei bis drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss, darunter auch eine hochwertige Gastronomie, wie er dem Ausschuss gegenüber betonte. Und „die Terrasse wird bleiben“, versprach er wieder einen Platz an der Sonne, wie ihn auch das Café einst bot.

Desweiteren sieht der Entwurf bis zu 15 Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von rund 1600 Quadrametern vor, verteilt auf drei Geschosse. Die Größe der Eigentumswohnungen richte sich nach den Wünschen der Käufer, so Flügge, der in Verden, an der Domstraße, bereits ein Mehrfamilienhaus für betreutes Wohnen baute.

Seit einem Jahr sei er mit der Stadt im Gespräch über das Projekt, sagte der Investor. Im Grunde stehe der Plan, jetzt beginne die Vermarktung. „Der Markt kann sich bei mir melden.“ Sollte die Stadt seinem Vorhaben zustimmen, möchte Flüge die Häuserzeile zum Ende des Jahres abreißen. Eine Sanierung kommt aufgrund der schwachen Bausubstanz nicht in Frage. Über den Winter soll mit dem Bau des Kellers inklusive 24 Tiefgaragenplätze und Auto-Aufzug begonnen werden. Im ersten Halbjahr 2017 möchte Carsten Flügge das Projekt gänzlich abschließen.

Der Ausschuss gab am Mittwoch zunächst grünes Licht für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes. Dieser räumt Stadt und Politik ein großes Mitspracherecht ein, wenn es um die Gestaltung des Gebäudes geht. Schließlich, so Stadtplanerin Britta Böhling, müsse sich das Haus in die Umgebung einfügen. Und deren Architektur zeichne sich unter anderem durch ihre Kleinteiligkeit und eine klare, ruhige Formensprache aus. Auch die Öffentlichkeit kommt im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu Wort.

Die Erleichterung darüber, dass nach jahrelangem Leerstand nun endlich etwas an der Ostertorstraße passiert, war den Ausschussmitgliedern deutlich anzumerken. „Ein toller Impuls“, kommentierte Rasmus Grobe (Grüne) das Vorhaben. Und Thomas Gern erklärte: „Ich habe die Vorlage gekriegt und mich richtig gefreut.“ Eines ließ dem SPD-Ratsherren aber keine Ruhe: „Hätten Sie die Nummer 12 nicht auch noch dazu nehmen können?“, fragte er Carsten Flügge. Der lächelte nur und sagte: „Wir sind im Gespräch.“

kp

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