Inhaber Hüseyin Tavan fehlt noch die Baugenehmigung / Eröffnung im März?

Warten auf das „Rodizio“

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Hüseyin Tavan (l.) und Einrichter Jörn Stolle im fast fertigen Gastraum des neuen Restaurants in der alten Post.

Verden - Von Christel Niemann. Es ist ein markantes Gebäude direkt neben dem Verdener Bahnhof: die alte Post. Unter der Bezeichnung „Rodizio – Im alten Postamt“ soll sie nun zum gastronomisches Kleinod werden. Für den Eigentümer und Geschäftsführer der Bodega am Wall in Verden, Hüseyin Tavan, ist die Begeisterung für sein Projekt allerdings etwas getrübt, da sich die Eröffnung wegen ausstehender Genehmigungen nun noch einmal verzögert.

Teile der ehemaligen Kundenhalle gleichen immer noch einer Baustelle, Sand und Staub bedecken einzelne Bereiche im Erdgeschoss. Dabei wollte Hüseyin Tavan bereits im November in dem Gebäude aus dem Jahre 1886 ein Restaurant eröffnen und seinen Gästen im südamerikanischen Flair brasilianische Speisen und internationale Getränke servieren.

Das hat nicht geklappt. Auch der zweite von Tavan anvisierte Eröffnungstermin am 18. Februar ist nicht mehr machbar, so dass er und seine bereits fest angestellten 14 Mitarbeiter und mehrere Aushilfen inzwischen auf einen guten Start im März hoffen. „Es hat sich einiges verzögert, weil noch die Genehmigung vom Bauamt aussteht“, sagt Tavan, der diese Verzögerungen insbesondere den strengen Denkmalschutzbestimmungen geschuldet sieht.

Hinter Tavan und den Handwerkern liegt eine arbeitsintensive und hektische Zeit, denn in den vergangenen Monaten hat sich hinter der denkmalgeschützten Fassade bereits viel getan. So sind im Gebäudeinneren die Relikte vergangener Zeiten nahezu verschwunden. Fast nichts erinnert mehr an die alte Nutzung.

Stattdessen will Bauherr Tavan dem lange leer stehenden Gebäude frische Impulse geben. Wo einst Postschalter, Paketausgabe, Schließfächer oder Telefonzellen ihren Platz hatten, laden schon bald im 350 Quadratmeter großen Gastraum gemütlich arrangierte Sitzgruppen bis zu 150 Gäste zum Verweilen ein. Für besondere Atmosphäre sorgen die vier Meter hohen Decken und die von der freischaffenden Künstlerin Katharina von Essen gestalteten Wandmalereien. Der im Gastraum integrierte „Wasserfelsen“ ist zudem ein Hingucker.

„Der Umbau ist schon ein gewaltiger Brocken, aber jetzt geht es in die Zielgerade und ich bin optimistisch, dass sich meine Erwartungen erfüllen werden“, sagt der Inhaber. Immerhin habe es schon viele Anfragen gegeben. Die Verdener scheinen neugierig auf das „Rodizio“ zu sein, in dem sie eine kulinarische Reise nach Brasilien unternehmen können. Denn für die Geschmacksnerven der Gäste, so Tavan, werde es allerhand zu entdecken geben, sobald sich an den Tischen etwas dreht: Der Name Rodizio steht für gegrillte Fleischspieße, die vor den Augen der Gäste geschnitten und mit diversen Beilagen serviert werden.

Die städtische Fachbereichsleiterin Birgit Koröde hat durchaus Verständnis für die Ungeduld des Bauherren. „Wir reagieren so schnell es geht. Sobald alle Unterlagen vorliegen und die entsprechenden Stellungnahmen im positiven Sinne erfolgt sind, wird die Baugenehmigung erteilt.“

Ein genaues Zeitfenster könne sie aber nicht benennen, da mehrere Behörden in das Genehmigungsverfahren involviert sind. Birgit Koröde schloss aber nicht aus, dass der Stempel auf den Antrag schon bald gesetzt werden kann.

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