Ingeborg Müller und Uta Barthold zeigen ihre Werke im Domherrenhaus

Die Prächtigkeit der Farben

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Uta Barthold (l.) und Ingeborg Müller bereiten ihre Ausstellung vor.

Verden - Von Erika Wennhold. Zwei Verdener Hobbykünstlerinnen sind erst spät zur Malerei gekommen. Dann aber mit sehr viel Leidenschaft und Hingabe: Ingeborg Müller und Uta Barthold zeigen unter dem Titel „Vom Zauber der Farben und dem magischen Lichtspiel des Steins“ vom 28. Februar bis zum 10. April eine Auswahl ihrer Arbeiten im Historischen Museum Domherrenhaus in Verden.

Der Anstoß für die Ausstellung kam von Museumsleiter Dr. Björn Emigholz: „Ich wollte, dass hier der Frühling einzieht.“ Das geschieht in diesen Tagen, denn die Bilder von Ingeborg Müller und Uta Barthold sind zumeist farbenfroh, zeigen den Frühling in voller Blüte, die Natur in ihrer unnachahmlichen Schönheit oder auch Ansichten und Silhouetten berühmter Gebäude in Sehnsuchtzielen. Ingeborg Müller malt aber nicht allein den Eiffelturm oder einen Straßenzug in Venedig. Sie setzt einen passenden Schuh davor. „Ich male, was mich inspiriert, und das, was andere nicht malen.“

Mit Erfolg. Denn inzwischen hat sie mit ihrem Bildern in Öl, Aquarell oder Acryl schon viele Ausstellungen bestückt und das eine oder andere Bild verkauft. „Ich habe schon Auftragsarbeiten angenommen oder ganze Häuser mit meinen Bildern eingerichtet.“

Zur Malerei ist sie nicht per Zufall gekommen. In der Familie ihrer verstorbenen Mannes war sie von Künstlern umgeben und ihre Begabung zeigte sich schon früh in der Schule. Seit dem Jahr 2006 nimmt sie regelmäßig an Malkursen der Kreisvolkshochschule oder in verschieden Ateliers teil.

Für Uta Müller ist es die erste Ausstellung. Sie fühlt sich innerlich verbunden mit den Landschaften, Blumen, Bäumen, Seen und Küsten, die sie malt. Eine besondere Inspiration spürte sie jedoch bei ihren ersten Arbeiten mit Öl. „Diese Prächtigkeit der Farben!“, hat sie sofort eingenommen. Besonders deutlich drückt sie das in ihrer kleinen Serie über die Lotusblume aus. Der prallen Blüte in Pink auf grünem Grund folgt erst der Blick über ein Lotusfeld und dann die Detailaufnahme einer geöffnete Blüte.

Magisch angezogen fühlt sich Uta Barthold von Steinen, zum Beispiel Speckstein. Mit Hammer und Meißel arbeitet sie über Wochen daran, der rohen Oberfläche Form zu geben. Was dabei herauskommt, nennt sie Seelenspiegelungen. Neben Speckstein ist Alabaster ihr absoluter Favorit. „Das magische Lichtspiel aus Transparenz und Tiefe mit hohem ästhetischen Reiz beeindruckt mich immer wieder aufs Neue,“ fasst die Künstlerin zusammen.

Die Arbeiten von Ingeborg Müller und Uta Barthold ergänzen sich wunderbar und die beiden Frauen sind durch ihre Liebe zur bildenden Kunst Freundinnen geworden.

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