Möglichkeiten aufzeigen

Infos aus erster Hand beim Berufsforum am GaW

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Katharina Scharringhausen und Niklas Brahm weckten Interesse mit einem Legomodell.

Verden - Von Antje Haubrock-Kriedel. Eine Vielfalt an Berufen konnten die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs zehn des Gymnasiums am Wall (GaW) gestern beim Berufsforum in der Aula aus erster Hand kennenlernen. Eltern und „Externe“ stellten 22 unterschiedliche Berufe vor. Der Bogen spannte sich von der IT-Systemtechnik über den Journalismus, der Psychologie bis hin zur Finanzverwaltung.

„Das Berufsforum, das von den Eltern und dem Schulverein sehr unterstützt wird, hat an unserer Schule schon Tradition und ist fest in das Schulleben eingebettet“, erzählt Tobias Elstner, am GaW für die Koordinierung Berufs- und Studienorientierung zuständig. Ursprünglich war das Angebot als reines Familienprojekt geplant. Da die Eltern aber nicht alle Berufsfelder abdecken können, kommen die Aussteller auch von außerhalb der Schule.

Architekt Jürgen Figna hat beim ersten Forum vor neun Jahren als Elternteil seinen Beruf vorgestellt. Seit einigen Jahren organisiert er die Veranstaltung. „Es war uns wichtig, dass die Schüler sich mit möglichst vielen verschiedenen Berufen auseinandersetzen. Mittlerweile haben wir einen Pool von Bewerbern. Es sind zahlreiche Eltern darunter. Viele Arbeitgeber nutzen die Plattform aber auch, um Azubis zu werben“, sagt er.

Bjarne und Ole, beide 15, finden es „sehr interessant“, was Jürgen Figna ihnen über den Beruf des Architekten erzählt. „Das ist eine gute Sache. Ich will auf jeden Fall ein Praktikum machen“, plant Ole. Bjarne schwankt noch zwischen Architekt und Journalist.

Auch über diesen Beruf kann er sich gleich von kompetenter Seite informieren. VAZ-Redakteur Markus Wienken steht gern Rede und Antwort. „Die Schüler hatten viele Fragen an mich, zum Beispiel über meinen beruflichen Werdegang oder warum ich Journalist geworden bin“, freut sich Wienken über das Interesse an seinem Beruf. Als Journalist müsse man Lust an der Sprache haben, neugierig auf die Menschen sein und Spaß daran haben, sich mit ihnen zu unterhalten, gibt er seinen Kolleginnen und Kollegen in spe mit auf den Weg.

Eher verhalten ist das Interesse an der Geodäsie und Vermessung. „Mit denen, die da waren, gab es aber sehr interessante Gespräche“, so Peter Alpers vom Amt für Regionale Landesentwicklung Lüneburg. Er erklärt, wie Grundstücksgrenzen nach einem Flurbereinigungsverfahren neu bestimmt werden.

Tierärztin Bianca Seifert berichtet Carolina, Michelle und Silvia von ihrem abwechslungsreichen Beruf.

Tierärztin Bianca Seifert, in der Gemeinschaftspraxis am Finkenberg auf Kleintiere spezialisiert, brennt für ihren Beruf. Sie erzählt von ihrem abwechslungsreichen Praxisalltag. Ihre Begeisterung überträgt sich auch auf Carolina (16), Michelle (16) und Silvia (16), die gebannt zuhören. Seifert berichtet, dass der Umgang mit Menschen in der Tiermedizin ein wichtiger Bestandteil ist. „Man muss erklären, was das Tier hat und wie es behandelt werden kann. Viele Menschen sind emotional sehr an ihr Tier gebunden, betrachten es als Familienmitglied oder Ersatzpartner. Das ist eine Herausforderung.“ Seifert bedauert nur, dass immer weniger junge Männer Tierarzt werden möchten.

Katharina Scharringhausen und Niklas Brahm von adata versuchen mit einem Legomodell, das ein Azubi gebaut hat, Interesse für den Beruf des Informatikers zu wecken. „Technische Berufe sind schon sehr speziell. Das interessiert nicht jeden“, weiß Brahm. Bei diesem Beruf sind es hauptsächlich Jungen, die sich informieren. „Wir freuen uns daher besonders, wenn auch einmal eine junge Frau Interesse zeigt.“

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