Impius Mundi und Großer Chor verschmelzen und erstaunen das Publikum

Klassik trifft auf Hardrock

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In der Schulaula kam schnell gute Stimmung auf.

Verden - Fans von Mittelalter-Rock, Heavy Metal und Liebhaber des klassischen Chorgesangs trafen in der Aula des Verdener Domgymnasiums zusammen und wurden Zeugen eines musikalischen Experiments. Zum erstenmal hat ein Chorensemble der Schule mit einer Szeneband gemeinsam musiziert und zwei völlig verschiedene Musikstile zu einer Einheit gemacht.

Denn die Musik ist zwar ihre gemeinsame Sprache, doch in der Regel bleiben Heavy Metal, Hardrock und Klassik dann doch lieber für sich. In der Aula des Verdener Domgymnasiums wurde am Sonntagabend eine Ausnahme gemacht und der von Dietrich Steincke geleitete Große Chor der Schule ließ sich auf ein wildes Konzertabenteuer mit der Mittelalterrockband Impius Mundi ein, zu der Musiker aus Verden, Nienburg, Hoya und Eystrup gehören.

Ein Konzertbesuch war Pflicht für die Fans und in der rappelvollen Aula des Domgymnasiums verriet die Altersmischung, dass Anhänger beider Gruppen zu gleichen Teilen vertreten waren. Sie alle einte aber zunächst nur der Blick auf das riesige Bandlogo von Impius Mundi und das Warten auf den Konzertauftakt.

Dann ging‘s endlich los. Zunächst knallte Impius Mundi dem Publikum Mittelalterrock um die Ohren und bekräftigte eindrucksvoll, dass sie als Szeneband ernst zu nehmen sind.

Nach einigen Stücken betrat der Chor die Szenerie und aus den ursprünglich für Impius Mundi arrangierten Stücken wurde durch die Chor-Band-Symbiose ein vielstimmiges und völlig neues musikalisches Klangerlebnis.

Denn Musiklehrer Dr. Dietrich Steincke hatte die Songs für dieses Konzert völlig neu arrangiert und teils so verändert, dass selbst Impius-Mundi-Kenner auf den Text achten mussten, um den Song überhaupt zu erkennen. Die meisten Zuhörer ließen sich davon mitreißen, für einige blieb dieses besondere Projekt jedoch gewöhnungsbedürftig.

Mittelalter-Rock meets Chor in Verden

Dennoch war für die ausgesprochenen Chorliebhaber einiges dabei. Neben dem Zusammenspiel stellte sich der Große Chor auch mehrmals eigenständig dar und begeisterte mit klassischem Liedgut sowie eindrucksvollen Soli.

Am Ende des Konzerts war die Reaktion des Publikums mehrheitlich sehr positiv. Einzig die Lautstärke hatte so manchem zu schaffen gemacht, vor allem, wenn sich die Stimmen gegen die Instrumente durchsetzen mussten.

„Das war eine ganz tolle Idee und ich lobe den Mut und die Initiative von Chor und Band, so etwas gemeinsam zu veranstalten“, resümierte ein Konzertbesucher.

Wer offen für verschiedene Musikrichtungen ist, war hier genau richtig, und wer skeptisch war und lieber wegblieb, hat vielleicht etwas verpasst. Glückwunsch an den Großen Chor und Impuis Mundi, die dieses Experiment gewagt haben. Eine Wiederholung sollte nicht ausgeschlossen werden.

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