Erste Vorbereitungen schon gestern gestartet / Heute beginnt Maskenpflicht auf Wochenmärkten

Impfzentrum für den Landkreis Verden

Hinweise zur Maskenpflicht finden sich an vielen Orten, hier an der Tür der Verdener Tourist-Information.
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Hinweise zur Maskenpflicht finden sich an vielen Orten, hier an der Tür der Verdener Tourist-Information.

Verden/Achim – Nur wenige Stunden nach Bekanntwerden des niedersächsischen Impfkonzeptes haben auch im Landkreis Verden die Vorbereitungen begonnen. Zunächst wurde Klarheit bei der Zuständigkeit geschaffen. Demzufolge sind die Landkreise und kreisfreien Städte mit der Aufgabe betraut, solche Zentren zu errichten und für deren Betrieb zu sorgen. Das bestätigte Landrat Peter Bohlmann auf Nachfrage. Obwohl nicht ansatzweise feststehe, wann Impfstoff geliefert und wie er auf die Fläche verteilt werde, habe man bereits erste Schritte unternommen. Bohlmann: „Es steht fest, es ist für das Gebiet des Landkreises ein Zentrum vorgesehen.“

Jetzt sei zügiges Handeln erforderlich. Schon gestern habe die Kreisverwaltung das Konzept hausintern ausgewertet und mit Planungsüberlegungen begonnen, die ab Montag intensiv fortgesetzt würden. Unklar noch, wo dieses Center entstehe. „Das ist zunächst zweitrangig“, so Bohlmann, „entscheidender als ein Gebäude wird die Gewinnung des erforderlichen Personals sein.“

Darüber hinaus tritt am heutigen Sonnabend eine Verfügung zur Maskenpflicht auf Wochenmärkten in Kraft. Diskussionen habe es darüber nicht gegeben. „Unsere Beobachtungen belegen, dass die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin schon auf den Wochenmärkten nahezu flächendeckend angewandt wurde“, sagt Bohlmann. Das belegten beispielsweise die Erfahrungen von Lebensmittelkontrolleuren, die auch in Corona-Zeiten unterwegs seien.

In der Politik hatten sich sowohl in Achim als auch in Verden breite Mehrheiten für die Maske auf Märkten gefunden. Einzig die AfD wetterte gestern mit einer Pressemitteilung gegen die Pflicht. „Die psychologischen und gesellschaftlichen Schäden dieser überzogenen Maßnahmen – insbesondere für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen – sind noch gar nicht abzusehen“, schreibt Fraktionsvorsitzender Sebastian Dahlweg. Explizit eine Rücknahme der Pflicht verlangt aber auch er nicht.

Landrat Bohlmann unterstrich, er betrachte „die Maske nicht als politisches Symbol, sondern lediglich als ein Hilfsmittel für den Fall, dass Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.“ Polizeikräfte haben angekündigt, ab dem heutigen Sonnabend Kontrollen durchzuführen.

Derweil ist im Landkreis Verden gestern die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Fälle um 40 angestiegen, heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung. Sieben Patienten seien inzwischen wieder genesen und aus der häuslichen Quarantäne entlassen. 476 Personen im Landkreis sind aktuell erkrankt. Es befinden sich weitere 928 Kontaktpersonen in Quarantäne. 18 Personen werden aktuell stationär behandelt, 17 Menschen sind verstorben. kra

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