Mobile Teams starten zweiten Durchlauf in den Pflegeheimen

Verden: Impfzentrum besteht Testlauf – Impfstoff knapp

Eine Frau verabreicht einem Mann eine Impfung.
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Probelauf im Impfzentrum: Dr. Matthias Meyer-Barner, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, gehörte zu den ersten Geimpften.

Die Impfung im Landkreis Verden stockt, weil die Nachlieferung des Impfstoffs nicht klappt. Im Impfzentrum gab es einen erfolgreichen Probelauf mit Rettungskräften.

  • In einem großen Teil der Seniorenheime im Landkreis sind Bewohner und Mitarbeiter bereits geimpft.
  • Auch das Impfzentrum selbst und die dort arbeitenden Teams mussten schon beweisen, dass sie ihre arbeit aufnehmen können.
  • Aber noch weiß keiner, wann es wirklich losgehen kann, weil noch der Impfstoff fehlt

Nur bleibt offen, ob der Impfstoff kommt.

„Wir mussten eine kleine Impfpause einlegen, nachdem die erste Impfcharge zügig verimpft worden war, aber kein weiterer Impfstoff seitens des Landes bereitgestellt werden konnte“, erklärt Dr. Henning Hovorka, Ärztlicher Leiter des Impfzentrums. Mit der ersten Lieferung konnten die Immunisierungen in zehn Pflegeeinrichtungen sowie beim Palliativnetzwerk Landkreis Verden abgeschlossen werden, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Kreishaus. Bewohner- und Belegschaft fünf weiterer Heime seien dann bis Donnerstag geimpft worden. „Damit konnten wir bis heute in der Hälfte aller Heime die Erstimmunisierung durchführen“, so Hovorka.

Parallel starte nun auch die Impfung der vorrangigen Gruppen aus dem medizinischen Bereich. Dazu zähle das ärztliche und pflegerische Personal, das in Krankenhäusern, auf Intensivstationen und in Notaufnahmen den Risiken einer Infektion mit dem Coronavirus ausgesetzt ist, außerdem die Rettungsdienste. Dazu gehören aber auch die, die Personen behandeln und pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion besteht, wie in der Onkologie und der Inneren Medizin.

„Wir werden die Impfungen für diese Personengruppen aus beiden Häusern der AWK morgen in Achim durchführen“, kündigt Dr. Hovorka an. Weil das medizinische Personal die Gaben selbst verabreichen kann, seien nur Verwaltungskräfte aus den Impfteams vor Ort.

Schon gestern erhielten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rettungsdienste des DRK und des kommunalen Rettungsdienstes beim Landkreis ihre Immunisierung. 140 Notfallsanitäter, Rettungsassistenten und -sanitäter nutzten den Termin im Impfzentrum. „Auf diese Weise konnten wir gleichzeitig einen Probelauf für das Impfzentrum fahren und schauen, ob sich die Abläufe von der Anmeldung über die Registrierung und das Impfgespräch bis zur Impfung und der Nachbeobachtung zügig und geordnet abspulen lassen“, berichtete Hovorka.

Und das wird schneller gehen, als zunächst berechnet. „Die genannte Zahl von 3120 Impfungen pro Monat war die fiktive Summe, die sich bei geschätzt 20 Impfungen pro Impfstraße in einer Stunde ergeben würde“, erklärte Bohlmann. In vier 39-Stundenwochen würden 26 Monate für eine Impfung von 60 Prozent der Einwohnerschaft benötigt. Die Planungen konnten jetzt konkretisiert werden. Danach gehen die Verantwortlichen von einem bis zu 60-stündigen Betrieb pro Woche auf zwei Impfstraßen aus. Damit könnten über 9 000 Impfungen möglich werden. „Dies setzt aber zwingend voraus, dass genug Impfstoff zur Verfügung steht, die Terminkoordination durch das Land reibungslos klappt und 20 Impfungen pro Stunde und Team realistisch sind!“

Wann sich aber nun die Türen des Zentrums öffnen können, ist nicht klar. Das Land habe zunächst angekündigt, dass es am 1. Februar losgehen soll. Weil aber weiterhin Impfstoff Mangelware ist, habe das Land selbst wieder seine Pläne in Frage gestellt. „Wir müssen jetzt die Informationen aus Hannover abwarten, betont Bohlmann. „Sobald wir vom Land einen zugelassenen Impfstoff bekommen, werden wir unser Impfzentrum öffnen – und das hoffentlich schon Anfang Februar. Es ist alles vorbereitet, allein was fehlt, ist der Impfstoff“, so der Landrat. Unterdessen starten Ende Januar auch die Zweitimpfungen in den Heimen. „Dafür hat das Land Impfdosen zurückgelegt. Da werden die mobilen Teams lückenlos weiterimpfen können.“  kle

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