Leerlauf für die Teams im Zentrum am Verdener Kreishaus

Impftermine bleiben ungenutzt

Der Eingangsbereich des Verdener  Impfzentrums.
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Wer nicht mehr ins Impfzentrum will, kann seinen Termin stornieren und den nachfolgenden überlassen.

Verden –   Die Hälfte der Einwohner des Landkreises hat mittlerweile die erste Impfung gegen Covid-19 bekommen. Die zweite Hälfte, oder zumindest die, die sich für einen Wartelistenplatz im Impfportal des Landes eingetragen haben, warten noch auf den Schutz. Da wirkt es irritierend, wenn nicht gar unsozial, wenn im Impfzentrum die Spritzen bereitliegen, aber Impflinge nicht zum festgelegten Termin erscheinen.

„Das ist im Zentrum am Verdener Kreishaus mittlerweile ein gewohntes Bild“, kann Ulf Neumann, Pressesprecher des Landkreises, bestätigen. Ob es die Beruhigung über die niedrigen Infektionszahlen ist, der Hausarzt oder die Betriebsärztin inzwischen schon die Immunisierung vorgenommen hat, kann im Impfzentrum natürlich niemand beurteilen. Auch nicht recht verständlich findet Ulf Neumann, dass einige Impflinge, die ihre Erstimpfung im Zentrum erhalten haben, den Termin für die Zweite ungenutzt verstreichen lassen. „Auch das geschieht mittlerweile häufiger, aber wir können natürlich nicht klären, warum das passiert“, sagt er.

Leerlauf bei den Impfteams

Für die Organisation des Impfablaufs allerdings erhöht sich der Aufwand. Das Impfportal des Landes vergibt die Termine immer in einem Viertelstundentakt. „Wenn jemand nicht zur gebuchten Zeit kommt, entstehen Leerlaufphasen“, sagt Neumann. Die Zahl der Impfungen, die täglich verabreicht werden können, verringert sich und die Impfkampagne läuft zwangsläufig langsamer als nötig.

Impfstoff wird nicht unbrauchbar

Die Impfteams am Kreishaus haben sich mittlerweile darauf eingestellt, dass sie immer wieder mal versetzt werden. „Zumindest der Impfstoff verfällt nicht“, kann der Sprecher schon mal beruhigen. Die Teams bereiten immer nur kleinere Mengen vor, sodass auch der wegen der Lagertemperaturen empfindliche Impfstoff von Biontech/Pfizer nicht unbrauchbar wird, berichtet Neumann.

Wenn es sich andeutet, dass der Leerlauf mal länger andauern könnte, würden auch schon mal Impflinge angerufen. Die Teams versuchen dann, die Lücken zu füllen und Termine zusammenzuziehen.

Zum Absagen genügt ein Anruf oder ein paar Klicks

Natürlich kann es immer mal passieren, dass man einen gebuchten Impftermin nicht wahrnahmen kann oder ihn nicht mehr benötigt, weil sich eine andere Möglichkeit ergeben hat. Dann sei es besser, den Termin über die Hotline des Landes (Telefon 0800/9988665, Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr) oder das Impfportal im Internet (www.impfportal-niedersachsen.de) zu stornieren. Das Verfahren ist einfach, ein Anruf oder ein paar Klicks genügen. „Dann können die Termine an die nächsten auf der Warteliste vergeben werden und wir können im Impfzentrum besser planen“, erklärt Neumann.

Von dieser Möglichkeit machten viele auch Gebrauch, genaue Zahlen gebe es nicht, berichtet der Sprecher. Manchmal seien diese Stornierungen zu kurzfristig, sodass ein Nachrücken über die Warteliste nicht mehr machbar sei. Dann werde der freie Termin im Portal für das Verdener Impfzentrum freigegeben und die Interessenten könnten dort direkt ihre Impfung buchen.

„Da muss man schon etwas flexibel sein“, gibt Ulf Neumann zu bedenken. Der Termin könne dann gleich am nächsten oder übernächsten Tag sein. Wer aber händeringend auf seine Impfung wartet, habe eine gute Chance, wenn er oder sie öfter im Impfportal sein Glück versucht oder auf der Hotline anruft.

Von Ronald Klee

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