Immer wieder Diskussionen

Pro und Kontra: Soll das Podest vor dem Rathaus in Verden weg?

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Das Podest vor dem Verdener Rathaus.

Verden - Das Podest vor dem Rathaus in Verden soll weg, hieß es am Mittwoch auf dieser Seite. Die CDU-Fraktion will einen entsprechenden Antrag stellen und hat die Verwaltung, allen voran Bürgermeister Lutz Brockmann, angeschrieben.

Weiter hieß es in dem Artikel, dass der Antrag sicherlich für Gesprächsstoff sorgen dürfte. In der Redaktion auf jeden Fall. Die Meinungen sind sehr unterschiedlich. Und zwar nicht erst seit gestern. Immer wieder wurde und wird über den Stein auf dem Rathausplatz diskutiert. Ob die CDU mit ihrem Antrag Erfolg hat? Man darf gespannt sein. Schicken Sie uns gerne Ihre Meinung.

Pro und Kontra

Pro - Redakteur Markus Wienken meint: 

Platz nehmen und entspannen

Also, mal ganz ehrlich, wer regelmäßig durch die schöne Innenstadt läuft, dem fällt das sogenannte Podest doch gar nicht mehr auf. Es gehört zum Platz dazu. Genauso wie die Cafés und Restaurants, die sich nach der Umgestaltung des Rathausumfeldes über mangelnden Zuspruch an Publikum nicht beklagen können. Da sind die Kritiker mittlerweile verstummt. Anders als befürchtet, ist ordentlich was los, rings um das Podest gibt es an sonnigen Tagen kaum noch einen freien Platz. Also setzt man sich auf den Stein.

Markus Wienken

Passiert ist auch noch nichts, kein Rettungsfahrzeug, das sich an dem Beton eine dicke Beule geholt hat. Und: Wo andere Märkte mit Pollern gegen mutmaßliche Amokfahrten vorbeugen, da steht in Verden das Podest. Sturmfest und erdverwachsen.

Also, mal ganz ehrlich, kein neues Fass aufmachen – locker bleiben, einfach mal runter- kommen und im Sommer Platz nehmen, einen Becher Kaffee dazu und dann den wirklich schönen Blick auf das Rathaus genießen.

Kontra - Redaktionsleiter Volkmar Koy meint: 

Ein Ärgernis für jeden Steuerzahler

Frank Medenwald von der CDU verdient die Podest-Medaille in Gold. Weg will er es haben, das mit Abstand unsinnigste Bauwerk in Verden. In seinem Antrag zum ersatzlosen Rückbau des Podestes beschreibt Medenwald treffend die Situation. 

Die teuren Steine stehen nur im Weg, die Stufen nach oben kann niemand vernünftig erklimmen und die Sicherheit gerade von Kindern ist nicht gewährleistet. Eigentlich ist das Ding ein Fall für den Bund der Steuerzahler, dem ja der gesamte Rathausvorplatz ein Dorn im Auge war. 

Volkmar Koy.

Die Krönung ist und bleibt aber das Podest. Ganz abgesehen davon, dass der Platz mit dem Steinhaufen nicht sinnvoll zu nutzen ist, dürfte jeder Steuergroschen einer zuviel sein. Noch skandalöser wird es allerdings, wenn es im Stadtrat tatsächlich eine Mehrheit für einen Rückbau geben sollte. Was passiert dann mit dem teuren Gestein? Bekommt dann jeder verärgerte Steuerzahler ein Quadratzentimeterchen ab? Nun denn, ich wüsste, was damit anzufangen wäre: Manche Stadtstraße ausbessern.

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