Hafensänger & Puffmusiker sammeln

Hilfe für Lilly: Immer mehr machen mit

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Immer mehr Menschen machen mit: Oliver Wolf (v.), Vorsitzender der Hafensänger & Puffmusiker, mit Hans-Günther Kuers, Vorsitzender des NFV-Bezirks Lüneburg, Christin Stegen, aktives Mitglied der Hafensänger & Puffmusiker, sowie (h.v.l.) Uwe Norden, Jugendobmann im NFV-Bezirk Lüneburg, und Uwe Kaiser, Vorsitzender des SV Vorwärts Hülsen.

Landkreis - „Jahrelang hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) Weihnachtsgeschenke verteilt. Vor zwei Jahren wurde ein Cut gemacht und beschlossen, das Geld zu spenden“, sagte Hans-Günther Kuers, Kreisvorsitzender im NFV-Bezirk Lüneburg bei einer Spendenübergabe in Hülsen. Verteilt werden jedes Jahr 7500 Euro, und jeder der fünf Bezirke kann selbst entscheiden, wer den jeweiligen Anteil in Höhe von 1500 Euro bekommen soll. Im Bezirk Lüneburg ist man dem Vorschlag des Bezirks-Jugendobmanns Uwe Norden aus Verden gefolgt und hat den Verein Hafensänger & Puffmusiker damit bedacht.

Auf der Sportanlage des SV Vorwärts Hülsen hatten sich Kuers und Oliver Wolf, Vorsitzender der Hafensänger, und Christin Stegen aus dem Aktivenkreis des Eystruper Vereins, verabredet. Norden durfte dabei ebenso wenig fehlen wie Uwe Kaiser, Vorsitzender des SV Vorwärts Hülsen. Denn auf dessen Anlage findet jedes Jahr das große Benefiz-Fußballballturnier der Hafensänger für U11-Mannschaften statt.

„Die Hafensänger sind absolut top“, begründete Norden seine Idee. Dass diese das Geld für die selbst initiierte Spendenaktion zugunsten der zehnjährigen Lilly aus Syke verwenden wollen, fand auch Kuers super. „Dies kann der Verein selbst entscheiden. Das Geld kommt auf jeden Fall dort an, wo es gebraucht wird“, sagte der aus Eldingen (Kreis Celle) angereiste Bezirksvorsitzende. Und Kaiser signalisierte, dass der Sportverein die Hafensänger ebenfalls noch bei der Spendenaktion unterstützen werde.

Sollten alle Fußballer dem Beispiel folgen, wäre viel erreicht. Denn derzeit gibt es alleine im Bezirk Lüneburg rund 2300 Fußballmannschaften und in Niedersachsen knapp 600.000 gemeldete Fußballer.

Die Unterstützung für Lilly ist groß. Immer mehr Menschen helfen.

Im Februar wurde bei der zehnjährigen Lilly ein Tumor entdeckt, ein „diffuses intrinsisches Ponsgliom“ (dipg), direkt im Übergang vom Gehirn zum verlängerten Rückenmark. „Die wichtigsten Körperfunktionen werden von dort gesteuert“, erklärt Lillys Vater Richard Zatorski in einem selbst initiierten Spendenaufruf auf der Internetplattform GoFundMe.

Eine Operation sei nicht möglich. Nach einer ersten Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung habe das blutbildende System versagt. Alle Hoffnungen der Familie liegen auf dem Studienmedikament ONC201. Der Tumor habe sich nach Beginn der Behandlung bereits „deutlich verkleinert“, das habe ein MRT gezeigt. Für Januar sei eine weitere Kontrolluntersuchung geplant. Weil das Medikament in Deutschland jedoch nicht zugelassen ist, muss die Familie die Behandlung selber tragen und rechnet mit Kosten in Höhe von rund 100.000 Euro.

Als gemeinnütziger Verein können die Hafensänger & Puffmusiker, die nicht singen, sondern nur einen provokanten Namen haben, Spendenquittungen ausstellen. Bei Beträgen bis 200 Euro reicht der Kontoauszug als Nachweis. Das Geld wird nicht weitergeleitet an die Familie, sondern von den Hafensängern verwaltet, um damit die Rechnungen für die Medikamente zu begleichen. Nach diesem Prinzip arbeitet der Verein immer.

Info

Wer Lilly helfen möchte, kann das Vereinskonto der Hafensänger mit der IBAN: DE34256635840825825200 (BIC: GENODEF1HOY) bei der Volksbank Aller-Weser eG nutzen. Als Verwendungszweck muss „Lilly“ angegeben werden.

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