Letzter offizieller Besuch einer Delgation zu den Jazz- und Blues-Tagen

Hyäne bald außer Dienst

Zum letzten Mal kam eine Abordnung des Schnellbootes Hyäne zu einem offiziellen Besuch nach Verden. - Foto: Niemann

Verden - Die Besatzung des Schnellbootes Hyäne verabschiedet sich von Verden. Im Juli brach die Hyäne zu ihrer letzten Fahrt auf, im November wird das Boot in Warnemünde außer Dienst gestellt. Damit endet auch die 50-jährige Partnerschaft mit der Stadt Verden.

Da das Schnellboot im Juni in das internationale Manöver Baltops (Baltic Operations) in der Ostsee eingebunden war, war der traditionelle Domweihbesuch in diesem Jahr nicht möglich. Daher kam nun zu den Jazz- und Blues-Tagen noch einmal eine Abordnung der Hyäne nach Verden, um sich offiziell von ihrer Patenstadt zu verabschieden. So war es kein Wunder, dass am Sonnabend beim Empfang im Rathaus ein wenig Wehmut mitschwang.

Begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Lutz Brockmann. Der freute sich, dass neben Ratsmitgliedern und Mitgliedern der Marinekameradschaft Verden auch die beiden ehemaligen Stadtdirektioren Kai Füllgraf und Dirk Richter aus alter Verbundenheit mit der Hyäne anwesend waren.

Kai Füllgraf sei es schließlich gewesen, der die Idee für die Patenschaft hatte. Füllgraf habe von der Idee bis zur Umsetzung nur zwei bis drei Monate gebraucht, erinnerte Brockmann an die Zeit vor 50 Jahren. Füllgraf habe die Patenschaft mit der Hyäne nicht nur organisiert, sondern auch leidenschaftlich mit Leben gefüllt, was Dirk Richter später so fortgeführt habe.

„Leider endet diese Patenschaft nun und wir müssen Abschied nehmen, aber ich bin stolz auf 50 Jahre wirklich gelebte Patenschaft. Es war immer eine sehr lebendige Begegnung, die Stadt Verden hat sehr viel mitgenommen von dem, was Marine ausmacht“, sagte der Bürgermeister. „Die Hyäne wird immer ein Teil der Verdener Geschichte bleiben.“

In Vertretung seines Kommandanten Martin Pauker bedankte sich Oberstabsgefreiter Christoph Bär dafür, dass die Abordnung ein letztes Mal nach Verden kommen durfte. „Mir hat es immer viel Spaß gemacht, hier zu sein.“

Das letzte offizielle Foto wurde mit der „Zerstörerflagge“ gemacht. Die Flagge sei vor 30 Jahren, wohl nach Alkoholgenuss, spaßeshalber von einem Zerstörer „entliehen“ worden und sei seitdem immer zu besonderen Anlässen herausgeholt worden, erklärte Bär.

Die große Flagge sei eben für ein so kleines Schnellboot doch sehr imposant. Die von Wind und Wetter inzwischen ausgefranste Flagge ist das Abschiedsgeschenk der Hyäne-Besatzung an die Stadt Verden und weht jetzt erst einmal am Fahnenmast vor dem Rathaus.

ahk

Lesen Sie auch:

"Besser geht es nicht" - Max Mutzke in Verden

Alpenhorn rockt altehrwürdige Bühne

Abschlusskonzert "Jugend jazzt" in Verden

Jazz und Blues Nacht in Verden

Gal2

Verdener Jazz und Blues Tage - Frühstück und Workshop

Verdener Jazz und Blues Tage - Eröffnungskonzert

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Simbabwe: Kritiker fordern Mugabes Rücktritt

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Tischtennis: Werder Bremen siegt mit 3:1 gegen Fulda-Maberzell

Jugend-Challenge in Verden - der Sonntag

Jugend-Challenge in Verden - der Sonntag

Stimmiges Ambiente und handfeste Livemusik im Rotenburger Ronululu

Stimmiges Ambiente und handfeste Livemusik im Rotenburger Ronululu

Meistgelesene Artikel

Rüstzeug für den Arbeitsplatz in Deutschland

Rüstzeug für den Arbeitsplatz in Deutschland

Grundsteinlegung für die Janusz-Korczak-Schule

Grundsteinlegung für die Janusz-Korczak-Schule

Der rote Rucksack ist im Landtag angekommen

Der rote Rucksack ist im Landtag angekommen

Viele Zaungäste an der Edeka-Baustelle

Viele Zaungäste an der Edeka-Baustelle

Kommentare