Tipps aus dem Tierheim

Hunde freuen sich über eine Dusche mit dem Gartenschlauch

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Das Wetter lädt zu einem Bad ein. Dieser Jack-Russel-Mischling, übrigens gestern vermittelt, nahm vorher noch ein Bad zur Abkühlung in einem der Pools des Tierheims.

Verden - Seit mehreren Tagen überschreiten die Temperaturen täglich die 30-Grad-Marke des Thermometers. Das macht nicht nur Menschen, sondern auch Tieren zu schaffen. Im Gegensatz zu den Zweibeinern können sie sich nicht mal eben umziehen und aus ihrem dicken Fell in Shorts und Shirt schlüpfen. Doch das Tierheim Verden weiß, wie es seinen Schützlingen zu etwas Abkühlung verhelfen kann.

„Das Gebäude ist leider nicht klimatisiert“, berichtet Janina Grube, während sie sich einen Schweißtropfen von der Stirn wischt. Sie ist die stellvertretende Leiterin des Tierheims Verden und für die Betreuung von Katzen und Hunden zuständig. Ihr ist bewusst, dass es umso wichtiger ist, dafür zu sorgen, dass alle Tiere im Tierheim auch ohne Klimaanlage genug Abkühlung bekommen.

„Wir lüften frühmorgens immer, um etwas frische Luft hereinzulassen. Bei unseren Hasen legen wir feuchte Handtücher auf die Käfige“, fährt sie fort. Mithilfe der feuchten Tücher wird für etwas Frische und Abkühlung im schattigen Käfig gesorgt.

Auch für die Hunde legen die Mitarbeiter des Tierheims feuchte Handtücher im Schatten aus. Die Vierbeiner liegen dann häufig laut hechelnd auf der Seite, auf einem der kältespendenden Tücher, ihre Zunge aus dem Maul hängend, alle Viere von sich gestreckt. 

Manche Hunde haben Angst, in ein Wasserbecken zu hüpfen

Wem das allerdings zu langweilig ist, der kann sich in einem der aufgebauten Planschbecken etwas erfrischen. „Viele der Hunde sind gern im Planschbecken, aber ein paar haben zu viel Angst, über den erhöhten Rand des Beckens zu steigen“, fügt Grube hinzu.

„Einige freuen sich auch über eine Dusche mit dem Wasserschlauch“, erzählt die Tierkennerin lachend. Sie gibt aber zu bedenken, dass Vorsicht dabei geboten ist: „Man sollte es eher langsam angehen. Da der Körper des Hundes aufgeheizt ist, ist es schlecht für den Kreislauf, wenn man ihn binnen Sekunden mit dem Gartenschlauch abkühlt.“ 

Auch sollte auf lange Spaziergänge verzichtet werden: „Lieber nur kurze Spaziergänge öfter am Tag machen. Es muss auch sichergestellt sein, dass der Hund zu jedem Zeitpunkt an etwas zu trinken kommen kann.“ Janina Grube empfiehlt auch, auf Fahrradtouren mit dem Fellfreund zu verzichten.

Ein nasses Handtuch sorgt für Schatten und etwas angenehmere Luft im Stall.

Besonders Hunde mit langen Haaren haben es bei der Hitze schwer, sich auszukühlen. Ist der Körper einmal warmgelaufen, wird er so schnell nicht wieder kälter. Eine der Langhaarhündinnen im Tierheim wurde aus diesem Grund bereits geschoren. Für eine Abkühlung ganz besonderer Art sorgt eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Tierheims Verden. Sie stellt das heißbegehrte „Hundeeis“ her.

„Eigentlich ist es nichts spezielles, aber die Hunde lieben es“, erzählt Janina Grube. Frische Früchte, Hundefutter oder Leckerlis, werden in ein Behältnis gelegt, das dann mit Wasser befüllt wird. Das wird tiefgefroren und kalt serviert. Die Vierbeiner können sich dann stundenlang damit beschäftigen, die kalten Snacks aus dem Eis zu befreien, während dies in der Hitze taut, und für zusätzliche Abkühlung sorgt. „Jeder, der seinem Vierbeiner etwas Gutes tun möchte, kann es mit Hundeeis versuchen. Einfach das, was er gern frisst, mit Wasser einfrieren und fertig.“

Doch es bedarf nicht immer Hundeeis, um dem eigenen Vierbeiner eine Freude zu machen: „Auf gar keinen Fall darf man seinen Hund im Auto lassen. Das heizt sich unglaublich schnell auf, und es reicht nicht, das Fenster offen zu lassen, oder im Schatten zu parken. Auch sollte man beim Spazierengehen Asphalt meiden. Lässt sich der Kontakt nicht vermeiden, sollte man vorher mit dem Handrücken prüfen, ob es zu heiß ist“, ermahnt die Hundekennerin andere Hundebesitzer, in diesen Tagen auf die Grundlage zu achten.

lh

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