Hunde empfinden Feuerwerkskörper viel intensiver als Menschen / Ein lecker gefüllter Kong kann heute helfen

Die Panik-Nacht für manchen Vierbeiner

Es wirkt: Das Schlecken an einer Leberwursttube macht dem viermonatigen Jack Spaß.
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Es wirkt: Das Schlecken an einer Leberwursttube macht dem viermonatigen Jack Spaß.

Verden - Von Wiebke Bruns. Kaum wurde mit dem Verkauf von Böllern und Feuerwerkskörpern gestartet, da beginnt schon wieder der Stress für die Tiere. Deren Gehör ist deutlich besser als das der Menschen und umso ängstlicher reagieren diese vielfach auf die für sie undefinierbaren Lärmquellen. Es gibt aber Möglichkeiten, dem vierbeinigen Freund den Jahreswechsel so entspannt wie möglich und sicher zu gestalten.

Hunde sollten, ganz gleich wie gehorsam sie sind, heute und in den nächsten Tagen an der Leine geführt werden, denn ein lauter, unvorhersehbarer Knall kann sie dermaßen verschrecken, dass sie Reißaus nehmen. Sollte ein Hund weglaufen, empfiehlt es sich, an dem Ort zu bleiben, wo der Hund verschwunden ist, denn vielfach kehrt er dorthin zurück. Es sollte aber parallel dazu jemand zu Hause sein, falls er dort Zuflucht sucht.

Die Tierschutzorganisation Tasso bietet kostenlos die Registrierung von Haustieren an Hand der Chipnummer des Tieres an. 6,9 Millionen Haustiere sind dort laut Tasso registriert, und alleine im Jahr 2013 konnten über 57000 Haustiere an ihre Besitzer zurück vermittelt werden.

Laut Tasso laufen in der Silvesternacht rund 2,5 Mal so viele Tiere weg als an den anderen Tagen im Jahr. Die Kolleginnen und Kollegen in der Notrufzentrale von Tasso arbeiten 24 Stunden am Tag das ganze Jahr – auch an Silvester und Neujahr. Die Registrierung ist kostenfrei und ganz unkompliziert online möglich unter www.tasso.net/registrierung.

Mit einfachen Mitteln lässt sich der Stress für die Tiere zu Hause reduzieren. Experten raten vielfach, Kleintiere und Vögel abzudecken und in einen ruhigen Raum zu stellen. Katzen sollte man an Silvester im Haus lassen und mit Hunden am besten weitab der Wohnbebauung spazieren gehen.

Das Feuerwerk am Himmel ist für die Tiere undefinierbar und macht vielen deshalb Angst. Es empfiehlt sich deshalb, ihnen mit Jalousien oder Gardinen den Blick nach draußen zu versperren.

Keinesfalls sollte man einen ängstlichen Hund zum Feuerwerk mit nach draußen nehmen. Zeigt ein Hund Angst, dann sollte man ihn nicht versuchen zu trösten, denn das bestärkt ihn in seiner Angst. Ignorieren hilft ihm in aller Regel viel mehr, oder ihm statt der Pfote besser eine Tube ungewürzter Leberwurst aus dem Tierfachhandel zu halten. Denn Schlecken beruhigt und das geht mit einem lecker gefüllten Kong, aus dem der Hund das Futter herausschlecken muss.

Manchmal hilft es dem Hund, ihn mit etwas zum Knabbern wie getrockneter Rinderkopfhaut abzulenken, und wenn gar nichts geht und er sich irgendwo in einer Ecke verkriechen will, dann sollte man das zulassen. Ein ausgedehnter Spaziergang am Neujahrstag hilft dann nicht nur dem Hund, sondern auch bei einem Katerleiden.

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