Wo sich Hasen und andere Wildtiere wohl fühlen / Projekte der Jägerschaft

Hotspots der Artenvielfalt

Der Feldhase fühlt sich im Landkreis Verden zunehmend wohl.

LANDKREIs - „Lepus europaeus“, so der wissenschaftliche Name des Feldhasen, fühlt sich wohl im Landkreis Verden. „Bei uns in der Region ist der Feldhase nach vielen Jahren des Rückgangs mittlerweile mit konstanten Besatzzahlen, wenn auch auf recht niedrigem Niveau, vertreten“, so Jürgen Luttmann,Vorsitzender der Jägerschaft Verden.

Gute Hege zahlt sich aus, und die Maßnahmen zur Steigerung der Biotopqualität und die intensive Bejagung der natürlichen Fressfeinde des Hasen zeigen ihre Wirkung. Erfreulich sei dies, da der Feldhase besonders sensibel auf Veränderungen in seiner Lebensumwelt reagiert.

Neben Witterungseinflüssen, hasentypischen Krankheiten und den natürlichen Populationsschwankungen haben auch die Veränderungen in der Landwirtschaft Auswirkungen auf die Besatzsituation.

„Auf viele dieser Stellschrauben haben wir leider keinen Einfluss, wir konzentrieren uns daher auf die Möglichkeiten die wir haben“, so Luttmann. Selbstverständlich erfolge die Bejagung des Hasen vor diesem Hintergrund verantwortungsbewusst, im Sinne der Nachhaltigkeit – das gehöre natürlich auch dazu und entspräche ohnehin dem Selbstverständnis der Jäger, betont der Experte.

Der Feldhase benötigt strukturreiche Lebensräume mit Hecken, Saumstrukturen und Brachflächen, da er hier optimale Äsung und Deckung findet. So gestaltete Biotope dienen aber auch vielen anderen Arten der Feldflur als bevorzugte Lebensräume. „Unsere Projekte wie Hegebüsche, Lerchenfenster, Huder- und Blühstreifen und wildtierfreundliche Flächenstilllegung im Rahmen des Verdener Hegefonds, sind regelrechte ,Hotspots' der Artenvielfalt. Gemeinsam mit den Landwirten leisten wir hier nachhaltigen und praktischen Natur- und Artenschutz“, so Jürgen Luttmann.

Nicht nachvollziehen kann der Vorsitzende der Jägerschaft in diesem Zusammenhang Diskussionen, die die Fang- oder Baujagd in Frage stellen: „Wer das tut, muss sich die Konsequenzen nicht nur für die Hasen, sondern auch für viele andere Arten, insbesondere die Bodenbrüter, vor Augen führen – diese wären fatal.“

Neben der Biotophege beteiligten sich die Jäger der Region jedes Jahr kontinuierlich an der Wildtiererfassung in Niedersachsen (WTE). Durch diese Bestandserfassung, unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), erhielten Öffentlichkeit und Politik über die Jägerschaft regelmäßig fundierte Daten zu Populationsentwicklungen. „Nicht nur für Feldhasen, sondern auch für viele andere heimische Wildarten“, so Luttmann.

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