Hotels erleben einen kleinen Boom

327. 000 Übernachtungen im Landkreis Verden

Landkreis - 32.7 344 Gäste übernachteten im vergangenen Jahr in den Hotels, Pensionen und anderen Ferienunterkünften im Verdener Kreisgebiet. Das sei ein Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zu 2016, berichtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Die Pressemitteilung beruft sich auf die neuesten Beherbergungszahlen des Statistischen Landesamts. Danach erzielte der niedersächsische Tourismus das vierte Rekordjahr in Folge: 43,5 Millionen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben und auf Campingplätzen, ein Plus von 1,7 Prozent.

Für die Stadt Verden habe das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) bei den Übernachtungen sogar ein Plus von acht Prozent (128 500) ausgerechnet. Jeder dritte Gast im Kreisgebiet habe damit in Verden übernachtet. Außerdem sei der Gast im Durchschnitt länger in der Stadt geblieben. Statt zwei Tage habe er sich im Schnitt 2,1 Tage aufgehalten, heißt es in dem Bericht. Hinzu kämen Übernachtungen bei Privatvermietungen und in Ferienwohnungen, die das LSN nicht erfasse.

Die heimischen Hotels und Pensionen werde das freuen, erwartet NGG-Geschäftsführer Steffen Lübbert. „Seit mehreren Jahren erleben sie einen kleinen Boom.“ Von den hohen Gäste-Zahlen profitierten auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen. „Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom“, betont Lübbert. An die Arbeitgeber appelliert der Gewerkschafter, deutlich mehr für eine attraktive Berufsausbildung zu tun. Es könne nicht sein, dass bei der fortwährend guten wirtschaftlichen Lage in der Branche 50 Prozent der angehenden Köche ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen und gut jeder Fünfte die Abschlussprüfung nicht bestehe.

„Klar ist auch: Nur wenn Bezahlung und Arbeitszeiten stimmen, werden wir künftig genügend Köche und Kellner haben“, so Lübbert weiter. Dazu gehöre, dass Chefs die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten genau aufschreiben. So lasse sich verhindern, dass Löhne geprellt und Umsonst-Überstunden zur Regel würden.

Im Bereich der Stadtführungen sprechen die Zahlen für ein gesteigertes Interesse an Verden. Das teilt die Tourist-Information mit. Bei 398 organisierten Führungen hätten sich 7 500 Menschen die Stadt und ihre Besonderheiten zeigen lassen. Das bedeute ein Plus von 14 Prozent.

„In Zusammenarbeit mit den Stadtführerinnen und Stadtführern ist es gelungen, ein interessantes Angebot zusammenzustellen. Vor allem thematische Führungen veranlassen den einen oder anderen, Verden ein zweites Mal zu besuchen“, freut sich Angelika Revermann, verantwortlich für Stadtmarketing und Tourismus sowie Leiterin der Tourist-Information.

Rubriklistenbild: © dpa

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