Verdener Verein öffnet Büro am Holzmarkt

Neue Basis für Hospizarbeit

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Adresse für die Kontaktaufnahme: Wolfhard König vor dem neuen Büro des Hospizkreises Verden am Holzmarkt. 

Verden - „Zum Holzmarkt gehen die Leute hin.“ Wolfhard König verbindet mit dem neuen Standort des Hospizkreises einige Hoffnungen. Der Verein mit seinen 40 ausgebildeten Trauer- und Sterbebegleitern startet mit einem eigenen Büro durch. „Erstmals haben wir die Gelegenheit, eine Sprechstunde anzubieten“, freut sich König über die neuen Möglichkeiten.

Immer montags, von 16 bis 18 Uhr, können sich Betroffene, Angehörige oder einfach nur Menschen, denen ein anderer am Herzen liegt, dort beraten lassen. Das Büro und ein Mitglied des Vereins finden sie im zweiten Stock links neben der Stadthalle. Eine gute Gelegenheit zu einer ersten Kontaktaufnahme mit dem Hospizkreis und für Absprachen über das, was man weiter machen kann.

Der Raum am Holzmarkt ist zugleich die Basis für den Verein, in der Unterlagen, die kleine Handbibliothek für die Begleiter und Vereinsinternes bereit steht und liegt. 60 aktive und passive Mitglieder, so berichtet König, hat der Hospizkreis. 40 von ihnen haben die Ausbildung zum Begleiter von schwer kranken oder sterbenden Menschen absolviert. Sie bieten ihre Arbeit kostenlos im Südkreis Verden bis nach Thedinghausen und Langwedel an. In der nördlicheren Hälfte des Landkreises übernehmen die Vereine in Achim und Ottersberg, berichtet König. Konkurrenz wollten die Vereine vermeiden, die Zusammenarbeit sei gut.

50 Begleitungen im Jahr 2015

„Wir sind häufig in Pflegeeinrichtungen unterwegs, besuchen aber auch die Leute in der eigenen Wohnung“, weiß der stellvertretende Vorsitzende aus eigener Erfahrung. Zu tun sei eine Menge. „Im vergangenen Jahr hatten wir 50 Begleitungen, in diesem Jahr sind es nicht so viele.“

Wichtig ist dem Vorstandsmitglied, dass der Kranke und die begleitende Person gut miteinander zurecht kommen. Da werde zu Beginn vieles erst einmal geklärt. Auch dass die Begleitung in der Wohnung des Betroffenen stattfinden kann, ist König ein Anliegen. Die Begleitung zu Hause leiste einen Beitrag dazu, dass die Menschen bis zum Schluss dort bleiben können. „Die meisten wollen das, aber nur bei zehn Prozent kommt es dann auch so“, weiß König aus der Statistik.

Bislang war der Hospizkreis im katholischen Pfarrgemeindehaus untergekommen. Der Verein hat aber die Erfahrung gemacht, dass hier bei der großen evangelischen Mehrheit in der Bevölkerung der Ort manchmal ein Hemmnis bei der Kontaktaufnahme sein konnte. Dabei war die Hospizbewegung seit ihren Anfängen in den 1960er-Jahren bewusst nicht konfessionell gebunden.

Die Hemmschwelle wollte der Verein vermeiden, damit jeder in den Genuss seiner Hilfe kommen kann. Das soll mit dem neuen Büro gewährleistet sein. Die neu gestaltete Internetseite mit allen Daten soll dabei helfen. 

kle

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