Schüler der Fachoberschule Gestaltung stellen bildhauerische Arbeiten aus

Holz trifft Stein

Kontraste in Formen und Materialien: Die Schüler der Fachoberschule Gestaltung haben sie vielfältig umgesetzt. Foto: Klee

Verden – Wo Menschen sind, stoßen Natur und Geometrie fast immer aufeinander. So ist dieser Kontrast eines der grundsätzlichen Themen, mit denen sich viele Bereiche des Lebens befassen. Für ein Kunstprojekt erscheint es deshalb als logische Aufgabe, die sich in unendlich vielen Variationen anbietet.

Eine ebenso arbeitsintensive wie attraktive Variante stellen die Schülerinnen und Schüler des zwölften Jahrgangs der Fachoberschule Gestaltung an den Berufsbildenden Schulen in Verden am morgigen Dienstag, 14. Januar, 11 Uhr, im Selbstlernzentrum der Schule vor: „Holz trifft Stein“.

„Das Thema der Arbeiten ist die Kombination zweier unterschiedlicher Werkstoffe und deren Zusammenführung bei gleichzeitiger spannungsgeladener Divergenz von gewachsener Natur und geschaffener Geometrie“, erklärt Fachlehrerin Birgit Gerlach die Aufgabe. Diese praktische Arbeit sollte ein Gegengewicht zu vielen digitalen Lektionen sein, die die Ausbildung in der Fachoberschule Gestaltung prägen, berichtete die Lehrerin.

Für die Bildhauerarbeiten der Schüler sollte das Holz seine natürlich gewachsene Form behalten. Deshalb blieben Säge und Hobel in der Werkstatt. Die 34 Schülerinnen und Schüler schwärmten also aus und suchten Wälder nach Holz ab, Wurzeln oder Bruch von Stürmen und, was die Natur daraus gemacht hatte. Groteske Formen, Risse und Zerfall mussten dann von Schmutz, Rinde und Ungeziefer befreit werden, bis sie für sich wirken konnten. Stundenlange Schleifarbeiten waren dazu nötig, berichteten die Schüler beim Besuch im Atelier. Das Holz als natürlicher Stoff mit seiner Maserung und der typischen Färbung von Nussbaum oder Kiefer sollte die Natürlichkeit unterstreichen. Mit Ölen und Wachs belebten die jungen Gestalter diese Strukturen.

Den Kontrast dazu sollten die Schülerinnen und Schüler mit künstlichem Material und abstrakt-mathematischer Formgebung aus fünf Kilo schweren Gasbetonquadern schaffen. Hier durften sie endlich Säge, Beitel und Hämmer einsetzen, um das poröse Material zu bearbeiten.

Pyramiden, Kuben, Kugeln und Ringe entstanden, die sie mit den Holzobjekten kombinieren wollten. „Oft ist etwas abgebrochen, und wir mussten von vorne anfangen“, berichteten die Künstler. Auch dieses Material habe seine Tücken.

Einige Schüler berichteten, dass sie sich mit Skizzen dem Gesamtobjekt genähert hatten. Eine anspruchsvolle Aufgabe, wenn man eine dreidimensionale Skulptur schaffen will, die aus jedem Blickwinkel ganz anders aussieht. „Diese Projektaufgabe umfasste viel theoretisches Vorarbeiten. Vor der praktischen Arbeitsphase war dreidimensionales Vorstellungsvermögen gefordert“, berichtete auch Birgit Gerlach.

Was dann dabei herausgekommen ist, hat die Lehrerin allerdings beeindruckt. Die „gelungenen Ergebnisse“ sollen denn auch öffentlich gezeigt werden. Eine Woche lang stehen sie nach der Eröffnung im Selbstlernzentrum der Schule und können bewundert werden.  kle

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