„Sunny Days“ bringen wieder Leben in das Schullandheim Verdener Brunnen

Hoffen auf Aufschwung

Das Schullandheim Verdener Brunnen ist wieder offen und hat nach langer Corona-Pause den Betrieb wieder aufgenommen – mit einem strengen Hygienekonzept. Darauf, dass alles sauber ist, achten Schullandheimleiterin Marion Eggers (Mitte) zusammen mit zwei der Küchenfeen: Sandra Thom (l.) und Carina Michels.
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Das Schullandheim Verdener Brunnen ist wieder offen und hat nach langer Corona-Pause den Betrieb wieder aufgenommen – mit einem strengen Hygienekonzept. Darauf, dass alles sauber ist, achten Schullandheimleiterin Marion Eggers (Mitte) zusammen mit zwei der Küchenfeen: Sandra Thom (l.) und Carina Michels.

Verden – Für das Schullandheim Verdener Brunnen in Uhlemühlen, unter Trägerschaft des gleichnamigen Vereins, ist es bislang ein hartes Jahr. Über drei Monate Corona-Zwangspause und unzählige abgesagte Klassen- und Gruppenfahrten drücken die Stimmung von Einrichtungsleiterin Marion Eggers und ihrem Team.

Obwohl der Aufenthalt unter Auflagen und mit einem Hygienekonzept wieder möglich ist, kann von Normalität längst noch keine Rede sein. „Davon sind wir meilenweit entfernt“, sagt Eggers. Dabei habe das Schullandheim Verdener Brunnen in der aktuellen Krise sogar noch Glück. „Die Kassenwartin unseres Trägervereins weiß gut zu wirtschaften und hat Rücklagen gebildet. Andere Einrichtungen haben das nicht und stehen möglicherweise vor der Insolvenz“, erzählt Eggers, die natürlich weiß, dass auch Rücklagen zuneige gehen. „Wir hoffen, dass die Buchungen bald anziehen. Dass die Schulen wieder Klassenfahrten unternehmen und auch sonstige Gruppen – Vereine, Verbände oder Familien – unsere Räumlichkeiten für Freizeiten, Tagungen, Familienfeiern, Kindergeburtstage und ähnliches mehr nutzen.“ Viele wüssten gar nicht, dass das Schullandheim vielfältig zu nutzen sei und nicht ausschließlich Schulen zur Verfügung stehe. „Hier hat sich im Laufe der Jahres einiges verändert. Das Haus und seine Strukturen sind viel offener geworden. Heute können die Räumlichkeiten auch ohne Übernachtungen gebucht werden.“

Während der coronabedingten Zwangspause hat Eggers mit ihrem Team das ohnehin schon strenge Hygienekonzept auf die neuen Anforderungen angepasst und sämtliche Abläufe umgestaltet. So wurden unter anderem die Zimmerbelegung und die Essensausgabe komplett neu organisiert, zusätzliche Desinfektionsläufe eingeplant, Mitarbeiter geschult sowie die Laufwege abgewandelt und gekennzeichnet, damit Mindestabstände problemlos eingehalten werden können.

„Wir haben mit viel Engagement und Kreativität gewerkelt, um alles für die ersten Gäste vorzubereiten“, berichtet Eggers, froh darüber, dass jetzt durch die mit „Sunny Days“ überschriebene Kinderfreizeit der evangelischen Jugend Verden nach langer Pause erstmals wieder Leben und Lachen im Schullandheim herrschte. Gleich zu Beginn der Sommerferien hatten 13 Kinder im Grundschulalter mit Diakonin Claudia Clasen und den Betreuerinnen Lena Hammer und Michelle Feuße vier ereignisreiche Tage in dem Schullandheim verbracht. Eine traditionelle Veranstaltung, wie Clasen im Gespräch betonte, die wegen Corona dann aber doch anders als die vorausgegangenen Freizeiten war.

„In den Vorjahren waren rund 30 Kinder dabei. Wegen Corona durften diesmal nur 13 Kinder mit.“ Doch trotz dieser Einschränkungen war der Name der Freizeit „Sunny Days“ Programm. Die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren genossen die Aktivitäten, die die Betreuer diesmal überwiegend im Außenbereich des Schullandheims für sie vorbereitet hatten. Sie hatten Spaß bei Spiel, Sport, Wettbewerben oder bei der Schatzsuche in den Verdener Dünen. Auch der abendliche Filmabend, Ersatz für die Disco, die wegen Corona nicht stattfinden konnte, kam bestens an. Clasen erzählt, dass es auch Zeit zum Innehalten gab. „Zum Start am Morgen wurde immer eine biblische Geschichte erzählt und nach den Mittagessen haben sich fast alle Kinder nochmals für eine Weile in die Zimmer zurückgezogen.“ Clasen: „Mit den Einschränkungen sind die Kinder gut klargekommen. Auch sämtliche Hygieneregeln haben sie beispielhaft verfolgt und ich denke, dass sie hier durch die Grundschulen geradezu optimal vorbereitet waren.“

Hinsichtlich Klassenfahrten und Gruppenreisen blicken Eggers und ihr Team nun erwartungsvoll auf die weitere Entwicklung. „Wir achten sehr darauf, was möglich und sicher ist und hoffen natürlich, dass die Gäste uns vertrauen und bald wiederkommen werden“, so die Leiterin.

Von Christel Niemann

Viele der Aktivitäten der mit „Sunny Days“ überschriebenen Kinderfreizeit der evangelischen Jugend Verden fanden dieses Jahr draußen statt. Betreuerin Lena Hammer (l.) und Diakonin Claudia Clasen passen auf, dass nichts schiefläuft.

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