Rund 75 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Scheune brennt nieder - Polizei bittet um Hinweise

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Bereits bei Eintreffen stand die Scheune in Vollbrand und Teile des Daches waren eingestürzt.

Verden-Hönisch - Lichterloh brannte Mittwochnacht, gegen 23.30 Uhr, eine Scheune in Hönisch-Hutbergen. Drei Ortsfeuerwehren versuchten bis in den Morgenstunden zu retten, was zu retten war, dennoch wurde das komplette Gebäude ein Raub der Flammen.

Die Polizei, so teilte ein Sprecher mit, ermittelt wegen Brandstiftung. Ein Zeuge habe gesehen, wie ein Unbekannter vom Brandort geflüchtet ist, hieß es. Als die Ortsfeuerwehren Hönisch-Hutbergen, Döhlbergen-Rieda und Verden zu dem Brand nach Hönisch ausrückten, war bereits auf der Anfahrt am Himmel weithin ein Feuerschein sichtbar. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand die Scheune mit eingelagertem Stroh schon in Vollbrand und Teile des Daches waren bereits eingestürzt.

Trotz des schnellen Eingreifens der circa 75 Feuerwehrkräfte konnte die Scheune nicht mehr gerettet werden. Sie stürzte noch während der Löscharbeiten vollständig zusammen. Große Herausforderungen an die Feuerwehrkräfte stellte die abgeschiedene Lage des Brandobjektes. Um ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, mussten mehrere Kilometer Schlauchleitungen verlegt werden.

Die Löscharbeiten zogen sich bis weit in den Donnerstagmorgen hinein, da das eingelagerte Stroh aufwendig gelöscht werden musste. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte dabei von einem Radlader und einem Trecker, die die Strohballen auseinanderzogen.

Unter Leitung des Verdener Stadtbrandmeisters Peter Schmidt waren neben den Einsatzkräften der Feuerwehr weitere Kräfte der Polizei, des Rettungsdienstes sowie der Feuerwehrtechnischen Zentrale im Einsatz. Ebenfalls ein Bild von der Lage machte sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Olaf Dykau.

Kripo sucht Hinweise auf flüchtende Männer

Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei erste Ermittlungen zur Brandursache auf. Ein 21-jähriger Zeuge gab an, dass er zwei Männer von der Scheune in Richtung Rieda habe flüchten sehen. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb bislang erfolglos.

Erneut musste die Freiwillige Feuerwehr dann am Donnerstagmittag, gegen 13.15 Uhr, zum Brandort ausrücken, da das Stroh wieder zu qualmen begonnen hatte und zu brennen drohte. Dabei zahlte sich aus, dass die aufwendig verlegten Schlauchleitungen wohlweislich noch angeschlossen waren.

Die Männer der Ortswehren Hönisch und Döhlbergen-Rieda brauchten eine Stunde, dann war die Arbeit getan und die Freiwilligen konnten abrücken.

Die Polizei sucht weiterhin nach möglichen Zeugen, die nähere Angaben zu den beiden unbekannten Männern am Brandort machen können. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, der sollte sich umgehend unter der Telefonnummer 04231/8060 bei der Polizeiinspektion in Verden melden.

red/mw

Scheune in Hönisch brennt nieder

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