Vergnügliches Konzert im Domgemeindezentrum / Finger fliegen über Tasten und Saiten

Vom Himmel gemacht und auf Erden genossen

Helmut Neddens, SangAh Lee und Nestor Fabian Cortes Garzon (vl.l) bereiteten ihrem Publikum einen vergnüglichen Nachmittag.

Verden - Von Britta Wahlers. Wie überraschend herzerfrischend ein feines kleines Konzert am Sonntagnachmittag sein kann, erlebten gut 50 Zuhörer im Domgemeindesaal, der das ideale Ambiente dafür bot. Zum Konzert geladen hatte Helmut Neddens, Pfarrer i.R., Flötist, Musiklehrer und Organist.

„Musik ist vom Himmel gemacht und tut den Menschen gut“, betonte er in seiner Begrüßung, bevor er gemeinsam mit Nestor Fabian Cortes Garzon (Cellist aus Kolumbien und Leiter des Bremer Barockorchesters) und SangAh Lee (Konzertpianistin und Klavierlehrerin in Verden) zu den Instrumenten griff.

Den Auftakt des Konzertes bildete eine Klaviersonate von Mozart, gefolgt von einem unbekümmerten Werk aus der Feder des wohl weltlichsten aller Bach-Söhne, Johann Christoph Friedrich. Hauptwerk der musikalischen Feierstunde bildete Beethovens Sonate in g-Moll für Cello und Klavier.

Die beiden jungen Musiker SangAh Lee und Nestor Cortes feierten Note um Note, von denen es sehr, sehr viele zu spielen galt. Ganz besonders im zweiten Satz, der mit Begriffen überschrieben ist, die übersetzt werden mit „sehr schnell, frech, unverschämt, drängend“. Und so flogen die Finger über die Saiten und Tasten, fast grimmig, aufregend für den Zuhörer. Der dritte Satz klang dann fröhlicher und die gerührten Ohren und Herzen erfreuten sich daran.

Ein sehr romantisches Stück von Jules Massenet ließ musikalisch die Sonne durch die Wolken brechen, als sendeten die Töne der Querflöte strahlende Kraft und Hoffnung aus. Zum Ende erfreuten die drei Musiker das Publikum mit zwei ungarischen Tänzen von Brahms. Verschmitzt merkte Neddens an, diese seien – fast – zum Mitklatschen geeignet, wenn man möge, es sei verführerisch. Mit Elan und Energie zu Gehör gebracht, gelang es den Instrumentalisten, einige Füße und Hände zum Schwingen zu bringen. Besonders die Kinder, von denen einige dabei waren, ließen sich dazu animieren. SangAh Lee, Nestor Cortes und Helmut Neddens schenkten dem Publikum eine vergnügliche Auszeit am Sonntagnachmittag, in dem sie klassische Musik nicht zu ernst darboten. Es tat gut, sich diese Zeit und Musik zu gönnen und machte Lust auf weitere Konzerte dieser Art.

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