Hilfe für den Nachbarn

Versorung von Corona-Riskogruppen: Ehrenamtliche und soziale Dienste kümmern sich

Hilfe, die gebraucht wird: Lisann Ilge und Nick Bergst gehören zum Lebensmittelbringdienst des Roten Kreuzes. Foto: drk-KEISVERBAND verden
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Hilfe, die gebraucht wird: Lisann Ilge und Nick Bergst gehören zum Lebensmittelbringdienst des Roten Kreuzes. 

Landkreis - In Verden ist es ruhig geworden. Geschäfte, Restaurants und Cafés sind geschlossen, die Schulhöfe liegen verwaist und auf den Spielplätzen ist nichts los. Nur in Supermärkten, Discountern und Drogerien trifft man Menschen. Überwiegend jüngere. Doch was ist mit denjenigen, die angesichts des Coronavirus zur Risikogruppe zählen? Also Ältere und Menschen, die gesundheitlich angeschlagen sind?

Der DRK-Kreisverband Verden erweitert sein Angebot. „Als erstes haben wir einen Lebensmittel-Bringdienst eingerichtet, um es den Risikogruppen zu ermöglichen, durchweg zu Hause zu bleiben. Das gilt natürlich primär für Risikogruppen, die niemanden in der Nachbarschaft oder Verwandtschaft haben, der sie gesichert mit den Dingen des täglichen Bedarfs versorgen kann. Gleiches gilt für Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Selbstverständlich halten wir im Rahmen dieser Hilfe sämtliche Hygieneempfehlungen ein, um sowohl die Hilfesuchenden als auch unser Personal zu schützen“, so Dirk Westermann, Geschäftsführer des Kreisverbandes Verden, in einer Pressemitteilung.

Das Angebot sei „dynamisch und richtet sich am Verlauf der Folgen der Ausbreitung des Coronavirus“ aus. Der DRK-Kreisverband Verden beantwortet Anfragen werktags, in der Zeit von 8 bis 13 Uhr, unter Telefon 04231/ 92450 oder jederzeit per E-Mail an info@rotkreuz-verden.de.

Stadt Verden organisiert ehrenamtlichen Hilfsdienst

nachbarschaftshilfe@verden

„Unsere 14 Mitarbeiter müssen zu Hause bleiben und helfen dort ihren nächsten Nachbarn, und unsere Mitglieder, meist betagte Menschen, helfen einander so gut sie können. Wer selbst Hilfe benötigt, wird von den Ortsverbänden betreut“, sagt die Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbands Verden, Dagmar Guse, auf Nachfrage.

Ortsverbände halten Kontakt mit hilfsbedürftigen Mitgliedern

„In unseren Ortsverbänden halten Betreuer telefonischen Kontakt zu Mitgliedern, von denen sie wissen, dass sie Hilfe benötigen. Doch dieser Kontakt wird immer gepflegt – nicht nur in Zeiten des Coronavirus“, erläutert Cornelia Czapp, Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Verden, die Vorgehensweise.

Der Caritasverband für die Landkreise Verden und Heidekreis ist momentan dabei, den Ablauf zu organisieren, heißt es aus der Geschäftsstelle in Verden.

THW ist auf einen Einsatz vorbereitet

Das THW ist auf einen Einsatz vorbereitet. „Wir sind auf Anforderung der Gefahrenabwehrbehörden im Rahmen der Amtshilfe tätig und wir haben Fachberater in den Krisenstäben der Landkreise. Wenn technische Unterstützung erforderlich ist, bietet das THW Unterstützung an und wird beauftragt. Unser Landesverband steht für Einsätze und mögliche Anforderungen bereit“, sagt Dennis Wolf, Leiter des Stabes beim THW-Landesverband Bremen, Niedersachsen.

Auch die Freiwilligen Ortsfeuerwehren in Verden haben Vorkehrungen getroffen, um die Einsatzfähigkeit der Ortsfeuerwehren zu erhalten, beispielsweise das temporäre Aussetzen von Veranstaltungen wie Ausbildungsdienste oder Osterfeuer. „Weitergehende Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit Kommunen und Landkreis Verden, abhängig von entsprechend getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus“, teilt Stadtpressewart Dennis Köhler mit.

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