Kinder aus dem Ahornweg hoffen auf einen Ort zum Austoben

Herzenswunsch: Ein richtiger Spielplatz

Die Kinder an der „Unfallstation“. Keiner weiß, was das hier ursprünglich mal für ein Spielgerät sein sollte.

Verden - Einen Spielplatz wünschen sich ganz dringend die Kinder aus dem Ahornweg. Was sie derzeit haben ist lediglich eine wenig attraktive Sandkiste und ein undefinierbares Spielgerät, das alles sagend nur „Unfallstation“ genannt wird. Eltern und Anwohner machen sich für die Kinder stark, doch was sie an finanziellen Mitteln haben, ist nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Deshalb hoffen sie auf die Unterstützung ihres Vermieters, der Firma Hanseatischer Bauträger aus Hamburg.

Vor einer Woche wurde auf der als Spielplatz ausgewählten Fläche ein kleines Sommerfest veranstaltet und dabei wurde deutlich, dass sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern gut verstehen. Es gab Kaffee, Kuchen, kalte Getränke, Grillwurst – jeder hatte etwas mitgebracht, um mit dem Verkauf den aus ersten Spenden gebildeten Grundstock von 475 Euro zu vergrößern.

Die Kinder genossen die Abwechslung, denn es gab Bastel- und Spielangebote. Kurz vor dem Fest hatte eine Frau aus der Nachbarschaft noch eine kleine hölzerne Sandkiste mit Bänken links und rechts gespendet. Neuerdings komme dienstags der Fridolin-Spielbus in den Ahornweg und von dem Vermieter sei der Sand in der vorhandenen Sandkiste ausgewechselt worden. Darin seien zuvor immer wieder Spritzen, Kondome und Scherben gefunden worden, berichteten Mütter.

Beim Sommerfest amüsieren sich Kinder und Eltern.

32 Wohnungen habe die Firma Hanseatischer Bauträger in der Seitenstraße des Brunnenweges. Vier kleine Reihenhäuser mit je acht Wohneinheiten. Auf einer zwischen zwei Reihenhäusern liegenden Rasenfläche wäre Platz für viel mehr Spielgeräte. „Die Nachbarn stört das nicht und ganz früher gab es auf dieser Fläche einen tollen Spielplatz“, berichtet Thea Birkholz. Sie wohne seit 36 Jahren im Ahornweg und macht sich als Anwohnerin und als zweite Vorsitzende des Vereins „Sowas“ (So ordnen wir alles selbst) für die Mädchen und Jungen stark. „Ganz dringend brauchen die Kinder hier eine Möglichkeit, sich auszutoben. Vor lauter Langweile fangen sie sonst an, Blödsinn zu machen“, sagt sie. „Wir haben zwar den großen Waldspielplatz, aber da können wir die jüngeren Kinder nicht alleine hinschicken“, sagt Nadja Kienitz. Das gleiche gelte für den Spielplatz am Alma-Rogge-Weg. Vor Ort gebe es keinen städtischen Spielplatz, allerdings auch keine geeignete Fläche.

In Sachen Spielplatzplanung und den daraus entstehenden Kosten sind alles Laien. „10.000 Euro dürfte das kosten“, schätzt Thea Birkholz. Bis diese Summe zusammengekommen ist, sind die ersten Kinder wahrscheinlich schon groß. Wer ihnen schnell helfen könnte, wäre der Vermieter. Dort bestätigt der zuständige Mitarbeiter auf telefonische Nachfrage, dass man nichts gegen die Errichtung eines Spielplatzes habe, nur wolle man vorher einen genauen Plan dafür.

Die früheren Spielgeräte seien überwiegend dem Vandalismus zum Opfer gefallen. „Die letzten Geräte, die wir dort aufgestellt haben, sind nachts auseinandergenommen worden“, berichtet der Mitarbeiter. Derzeit gebe es dort aber wieder sehr viele kleinere Kinder, das sei lange nicht so gewesen, erklärte er und ließ sich die derzeitige Situation schildern.

Er versprach, den Wunsch der Kinder innerhalb des Unternehmens weiterzuleiten und sich wieder zu melden. Diese Kontaktaufnahme steht bisher noch aus. 

wb

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