Anzahl der freien Stellen auch im Januar gestiegen

Herstellerfirmen suchen händeringend Leute

Balkendiagramm zur Arbeitslosenstatistik
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Leicht steigend: Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Verden

Verden/Achim – Im Kreis Verden ist die Arbeitslosigkeit um 131 Personen auf nun 3 008 Männer und Frauen angestiegen und liegt damit weiterhin über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Darauf weist die Arbeitsagentur Verden in einer Pressemitteilung hin. Allerdings stellten diese Zahlen noch keine dramatische Entwicklung dar. „Steigende Arbeitslosenzahlen im Januar sind eine durchaus übliche Entwicklung“, sagt Christoph Tietje von der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

„Das Niveau der Arbeitslosigkeit liegt immer noch deutlich über dem Ausgangswert vor der Corona-Pandemie.“ Allerdings zeichnet sich ein weiterer Silberstreif ab. Amazon in Achim hat mit der Personalsuche begonnen.

Tatsächlich präsentiert sich der Raum zwischen Ottersberg und Dörverden wirtschaftlich weiterhin robust. Durch den Anstieg des Arbeitslosenbestands ist die Arbeitslosenquote lediglich um 0,1 Prozentpunkte auf nun 4,0 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr lag die Quote wie auch im Vormonat Dezember bei 3,9 Prozent.

Der Bedarf an Arbeitskräften ist weiterhin hoch und entwickelt sich stabil. Die höchste Nachfrage meldeten Unternehmen der Produktion und Fertigung an. Nicht weniger als 1 259 Stellen waren im Bezirk der Arbeitsagentur Verden mit den Landkreisen Verden, Nienburg und Diepholz unbesetzt. Im Vergleich mit der Vor-Coronazeit ein bemerkenswerter Zuwachs um über zehn Prozent. Ebenfalls einen hohen Anteil an freien Stellen melden Branchen wie Verkehr und Logistik sowie Gesundheit und Erziehung. Zwar ist die Anzahl der angebotenen Jobs im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen, aber es schlagen immer noch Dimensionen von jeweils mehr als 600 unbesetzten Stellen zu Buche.

Die Verdener Unternehmen meldeten im Januar 294 neue Arbeitsangebote, 45 weniger als noch im Dezember. Im Vorjahr wurden 25 Arbeitsstellen mehr zur Besetzung gemeldet. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, ist die Zahl der Erwerbslosen im Januar um 81 Personen oder 4,8 Prozent auf nun 1 761 Personen gestiegen. Dieser Wert liegt um 227 Personen über dem Vorjahreswert. Auch bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen angestiegen. Im Januar waren hier 2 097 Männer und Frauen erwerbslos, 72 oder 3,6 Prozent mehr als im Dezember. Im Januar 2020 waren 180 Personen weniger arbeitslos.

„Der im Dezember neu beschlossene Lockdown wirkt sich auch in diesem Monat weiterhin mit einer hohen Inanspruchnahme der Kurzarbeit, insbesondere in der Gastronomie, dem Handel und Dienstleistungsbereich, aus“, erklärt Tietje. Allerdings ist die Anwendung dieses Instruments im Januar im Kreis Verden zurückgegangen. Bis zum Stichtag am 25. Januar haben 96 Betriebe für bis zu 662 Beschäftigte Kurzarbeit neu bei der Agentur für Arbeit angezeigt. Seit April sind der Arbeitsagentur Verden 1668 Anzeigen zur Kurzarbeit von Betrieben aus dem Kreis zugegangen, wovon bis zu 20 925 Beschäftigte betroffen sein könnten. Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

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