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Lätare-Spende vorverlegt

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Auf einem  Holzfass, das von Metallbändern zusammengehalten wird, steht der Ortsname Verden mit Wappen.
Wer den salzigen Hering liebt, kann sich wieder anstellen, wenn Störtebeker aus dem vollen Fass schöpft. © -

Nein, noch einmal soll die Lätare-Spende in Verden nicht ausfallen. Aber sie wird nicht am Montag zelebriert, sondern schon am Sonntag, eingebunden in einen Tag der offenen Tür.

Verden – Der Sonntag Lätare ist ein besonderer Sonntag im Kirchenkalender. Er bedeutet „Freuet Euch“ und das können sich die diesjährigen Besucher der Lätare-Spende am 27. März in Verden auf dem Rathausplatz.

Nach Jahrhunderten wird sie in diesem Jahr erstmals am Sonntag Lätare sattfinden und anlassgebende Veranstaltung für den verkaufsoffenen Sonntag sein. Durch die Verlegung der Lätare-Spende auf einen Sonntag wird es in diesem Jahr vielen Menschen und Familien mit Kindern möglich sein, daran teilzunehmen.

Ein geöffnetes Fass lässt den Blick auf eingelegte Heringe frei.
Das Heringsfass wird wieder prall gefüllt sein, wenn Störtebeker nach Verden kommt. Das Spektakel wird erstmals an einem Sonntag sein. © Stadt Verden

„Lebendig bleiben kann nur, was sich verändert“

Die gepflegte Tradition der Verteilung von Brot und Heringen von Klaus Störtebeker, seinen Kumpanen und den Ehrengästen, wird um ein buntes maritimes Rahmenprogramm erweitert.

„Lebendig bleiben kann nur, was sich verändert“, führt Lutz Brockmann, Bürgermeister und Gastgeber der Lätare-Spende, aus.

Das Rahmenprogramm startet um 13.30 Uhr. Unterhalten werden die Besucher vom Shanty-Chor Verden, von Nagelritz, dem singenden und musizierenden Seemann, und von Kapitän Flunker für die Kinder. Kulinarisches rund um Fisch und Brot runden das Angebot ab.

Um 15.30 Uhr wird Störtebeker mit seinen Kumpanen die Bühne betreten und nach Schauspiel und Wortgeplänkel mit den Ehrengästen die Verteilung der Brote und Heringe vornehmen, deren Menge seit Jahrhunderten festgelegt ist. Heute entspricht die damals festgelegte Menge 530 Broten und etwa 1 600 Heringen. Salzheringe waren über Jahrhunderte ein wichtiges Lebensmittel für die Menschen am Ende eines harten Winters und vor den neuen Ernten. Heute ist er fast vom Speiseplan verschwunden, denn die Zubereitung kann eine besondere Herausforderung sein.

Zwei neue Ideen aus dem letzten Jahr, als die Lätare-Spende wegen der Coronapandemie ausgefallen ist, werden nun vielleicht zur neuen Tradition: Zum einen werden 400 Portionen Fisch in allen Verdener Alten- und Pflegeheimen serviert, und an alle Kinder der vierten Grundschulklassen werden Heringe aus Schokolade verteilt. Damit die Geschichte Verdens, die auf dem Lehrplan des Sachunterrichtes der Schulen steht, etwas versüßt wird.

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