Wabe-Projekt „Perspektivwechsel“ endet

„Herausstellen, was für tolle Sachen Jugendliche machen“

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Auch die Jugendliche, die sich im Projekt engagiert haben, bekamen eine Blume.

Verden - „Die Jugend von heute ist … anders als du denkst!“ war drei Jahre lang das Motto des Jugendprojekts „PerspektivWechsel“ des Weser-Aller-Bündnisses: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (Wabe). Zum Projektende diesen Monat wurde im Rathaus noch einmal mit allen Teilnehmern und Netzwerkpartnern zurückgeblickt und gefeiert.

Außerdem wurde die Erweiterung der „PerspektivWechsel“-Ausstellung eröffnet. In ihr erzählen acht junge Erwachsene aus der Region von eigenen Erlebnissen mit Diskriminierung, ihrem Engagement, ihren Wünschen und Ideen.

„Es ist etwas ganz Besonderes, das der Verein Wabe mit diesem Projekt ermöglicht hat. Demokratie fällt nicht vom Himmel“, sagte Bürgermeister Lutz Brockmann zur Begrüßung. Positiv sei auch, dass das Projekt generationsübergreifend stattgefunden habe, denn Demokratie gebe es nur, wenn sie von der jungen Generation von den Älteren übernommen wird. Er sei zuversichtlich, dass dieses gelingen wird.

Keine neuen Fördermittel in Sicht

Sie sei traurig, dass das Bundesamt für Migration nun keine weiteren Fördermittel bereitstelle, sagte Inge Osthues, Vorstand des Vereins Wabe. Das Projekt „PerspektivWechsel“ sei in den Landkreisen Nienburg und Verden sehr erfolgreich gewesen. Sie dankte Projektleiterin Vera Hilbich für ihre hervorragende Arbeit. „Sie haben sich für eine offene Gesellschaft eingesetzt und jungen Menschen die Möglichkeit gegeben, sich gegen Gewalt und Rassismus und für Menschenrechte zu engagieren.“

Zum Abschluss gab es Blumen für Projektleiterin Vera Hilbich (r.) von Inge Osthues vom Wabe-Vostand.

Rudi Klemm von der Wabe Fach- und Koordinierungsstelle in Verden und Initiator von „PerspektivWechsel“ gab noch einmal einen kurzen Rückblick auf das Projekt. Ziel sei es gewesen, dem negativen Blick auf die Jugend, insbesondere der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, etwas entgegenzusetzen. „Wir wollten Positives herausstellen und zeigen, was für tolle Sachen Jugendliche machen.“

Des Weiteren habe man eine Zunahme der Vorurteile festgestellt, so Klemm. „Wir wollten die Möglichkeit zur Reflexion geben, Jugendliche und Erwachsene in der Stadt und auf dem Land erreichen und neue Impulse setzten“, berichtete er. Das alles wäre ohne die Unterstützung des Netzwerks und der Kooperationspartner nicht möglich gewesen.

Eine ganze Menge geschafft

Klemms Fazit lautete: „Wir haben eine ganze Menge geschafft.“ Nun gelte es, sich neuen Herausforderungen zu stellen und weitere Impulse zu setzen. So gebe es bereits Förderzusagen für das Projekt „Landei 2“ für jugendkulturelle Aktivitäten in den Landkreisen Verden und Nienburg. Auch gebe es bereits Fortbildungen für Schüler und Lehrer, um die Stolperstein-App mit Informationen zu füllen. „Wir machen weiter“, betonte Klemm.

„Wir lassen uns von Rechtsextremisten nicht einschüchtern und werden uns mit allen demokratischen Mitteln zur Wehr setzen“, sagte auch Vera Hilbich.

Die Gäste hatten anschließend die Gelegenheit, sich im Austausch an die Höhepunkte des Projekts der vergangenen drei Jahre zu erinnern. Es gab zum Beispiel Workshops, Graffiti-Aktionen, verschiedene Ausstellungen sowie Fahrten nach Leipzig, Berlin und Polen mit engagierten jungen Leuten.

Abschließend wurde die Erweiterung der Ausstellung „Mit meinen Augen“ eröffnet. Sie kann bei Wabe, E-Mail info@wabe-info.de, ausgeliehen werden.

ahk

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