Floristen geben Rat

Heißes Wetter macht Pflanzen zu schaffen - ein paar Pflegetipps

+
Thomas Ritzkowski bei seiner täglichen Arbeit mit Blumen, hier das Bestücken eines Blumenkranzes.

Verden - Die derzeitige Hitze ist nicht nur für Mensch und Tier belastend. Auch die Pflanzen leiden zunehmend unter den heißen Sonnenstrahlen und dem ausbleibenden Regen: Der Rasen in vielen Gärten ist längst nicht mehr grün, sondern ausgetrocknet und die liebevoll gepflanzten Blumen gehen ein. Die Blumenhändler in Verden erzählen, wie sie mit der Hitze umgehen und geben Tipps und Tricks für den Umgang mit Blumen.

Worin sich alle Blumenhändler einig sind: Die Pflanzen sollten, wenn sie draußen unter Sonneneinfluss stehen, früh morgens oder spät abends gegossen werden: „Die sich bildenden Wassertropfen auf den Blättern der Pflanzen, verbrennen die Blumen“, erklärt Monika Blome von „Der Blumenladen“. Denn die Wassertropfen bündeln das Licht auf einen Punkt, wodurch Schäden entstehen können.

„Bei gekauften Schnittblumen ist es wichtig das Wasser regelmäßig zu erneuern und mit Frischhaltemittel zu versetzen. Das Frischhaltemittel gibt den Pflanzen wichtige Nährstoffe und sorgt dafür, dass das Wasser länger hält. Außerdem sollten die Blumen immer wieder frische Anschnitte erhalten“, erzählt sie weiter. „Töpfe hingegen sollten eher für einige Sekunden im Wasserbad getaucht werden, da sie dadurch das Wasser besser aufnehmen können“, so Sarah Kramm von Blumen Bodo Bohlmann. 

Ist der eigene Garten mit prachtvollen Blumen ausgestattet, so sollten diese morgens abgeschnitten werden. „Da sind die Pflanzen noch voll gesaugt mit dem Wasser. Ansonsten kann es passieren, dass sie das Abschneiden nicht lange überstehen“, erklärt Iris Tellermann, Inhaberin von Blickfang – Blumen und Deko in Verden.

Die Händler gießen ihre Ware mehrmals am Tag

Auch die Blumenläden kämpfen mit Hitze und Trockenheit. „Gegen die Hitze kommen wir nur an, indem wir täglich frisch Einkaufen. Lange lagern können wir Pflanzen derzeit nicht. Wir gießen die Pflanzen zwei- bis dreimal täglich und halten sie im kühlen Raum“, erklärt Iris Tellermann.

„Die ganzen Pflanzen müssen versorgt werden, das heißt, tägliches gießen. Dabei wird darauf geachtet, dass sie ausreichend, aber nicht zu nass gegossen werden“, berichtet Monika Blome. Und auch Blumen Bodo Bohlmann hat nach dem Umbau weiter Probleme mit der Hitze: „Wir haben das Glück, nach dem Umbau, in einem klimatisierten Raum untergebracht zu sein. Das ist gut für die Pflanzen. Draußen jedoch werden die Blumen direkt von der Mittagssonne getroffen. Tägliches Gießen ist hier ein Muss“, so Sarah Kramm. 

Blumen Gertzmann konzentrieren sich neben der Floristik auch auf die Grabpflege: „Es ist schwer, die Gräber momentan zu versorgen. Wir müssen viel gießen und können daher nicht alle Aufträge ausführen“, zeigt Thomas Ritzkowski auf. 

Grabpflege darf nicht vernachlässigt werden

„Die Schnittblumen müssen gekühlt werden, das sorgt dafür, dass auch die Stromkosten in die Höhe gehen. Auch entstehen immer wieder Trockenschäden. Die Pflanzen müssen dann ersetzt werden. Wenn Pflanzen kurz davor sind auszutrocknen, kann man versuchen sie durch Gießen wiederzubeleben, aber meistens klappt das nicht und die Blumen müssen ausgetauscht werden“, erklärt er.

Derzeit eignen sich besonders Chrysanthemen oder Statize, auch Strandflieder genannt. „Der ist von Natur aus eher trocken und benötigt daher nicht ganz so viel Wasser“, erklärt Monika Blome. Auch zu Topfblumen und maritimen Pflanzen, wie Apfelsinenbäume, raten die Fachleute. „Zudem sind Kakteen auf dem Vormarsch“, ergänzt Iris Tellermann. Nelken, Rosen oder Santini sind weitere Pflanzen, die Thomas Ritzkowski aufzählt. 

jh

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Großfeuer in Sulingen: Eine Bewohnerin verletzt

Großfeuer in Sulingen: Eine Bewohnerin verletzt

Tagestour in den Grand Teton-Nationalpark

Tagestour in den Grand Teton-Nationalpark

Lira-Krise: Türkei unterdrückt Kritik an Wirtschaftslage

Lira-Krise: Türkei unterdrückt Kritik an Wirtschaftslage

Einheimischer Alltag als Touristenattraktion

Einheimischer Alltag als Touristenattraktion

Meistgelesene Artikel

Stedorfer Theaterbühne meistert „Cold-Water-Beer-Callenge“

Stedorfer Theaterbühne meistert „Cold-Water-Beer-Callenge“

Fahrverbot für Hobbyfischer in Marsch: Hocker schreibt an Ditzfeld

Fahrverbot für Hobbyfischer in Marsch: Hocker schreibt an Ditzfeld

Nach Sperrung zwischen Bremen und Verden: Bahnen fahren wieder

Nach Sperrung zwischen Bremen und Verden: Bahnen fahren wieder

Digitale Technik in allen Räumen

Digitale Technik in allen Räumen

Kommentare