Heidrun Koch zieht es von Hamburg zurück nach Verden / Engpass bald beendet

Dekanei mit Hautarztpraxis

Die Rückseite mit Fahrstuhl und einem gepflasterten Hof, der großzügig Parkplätze anbietet.
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Die Rückseite mit Fahrstuhl und einem gepflasterten Hof, der großzügig Parkplätze anbietet.

Verden - Von Erika Wennhold. Verden bekommt eine neue Hautarztpraxis. Anfang April wird Heidrun Koch ihre ersten Patienten in der alten Dekanei am Anita-Augspurg-Platz begrüßen. Damit wird in absehbarer Zeit ein Engpass beendet sein, der durch den Tod von Hautärztin Dr. med. Karin Voigt entstanden war. Heidrun Koch kehrt von Hamburg nach Verden zurück und hat sich einen alten Schulfreund als Vermieter ausgesucht.

Was reiner Zufall ist, denn die gebürtige Bremerin und spätere Verdenerin hat immer mal wieder die Immobilienanzeigen durchgesehen mit dem Ziel, sich nach ihrer Facharztausbildung selbstständig zu machen. „Ich möchte mich und meine Vorstellungen verwirklichen, für die Patienten da sein.“ Dass die Entscheidung gerade jetzt gefallen ist, hat mit der Lage der Immobilie und vielleicht auch mit dem Bauherren zu tun. Denn Uli Schmitz, der die alte Dekanei von Grund auf sanieren lassen hat, und Heidrun Koch kennen sich aus Schultagen am Verdener Domgymnasium. Die Erdgeschosswohnung mit einer Größe von 150 Quadratmetern entpuppte sich als das passende Objekt für Praxisräume. Heidrun Koch: „Die Praxis ist fußläufig gut zu erreichen.“

Hinzu kommt, dass es gute Parkmöglichkeiten geben wird und schräg gegenüber gleich die nächste Apotheke zu finden ist. Ende des Jahres wird der Umbau, bis auf die Gestaltung der Außenanlagen, abgeschlossen sein. Wenn Hautärztin Koch, Tochter des frühereren Verdener Internisten Dr. med. Ernst Koch, ihre Praxis eröffnet, wird es am Eingang Lugenstein neben einer Treppe auch eine Rampe für den barrierefreien Zugang geben.

Heidrun Koch hat in Lübeck und Hannover Medizin studiert und in Hannover ihre Facharztprüfung abgelegt. Gleich anschließend nahm sie eine Stelle als Hautärztin in einer großen Praxis in Hamburg an. Dort liegen ihre Schwerpunkte in der operativen Dermatologie.

Vorsorge und Diagnostik in Sachen Hauttumore gehören zu ihren alltäglichen Aufgaben, die Bade-Licht-Therapie bei chronischen Hauterkrankungen und die Laser-Therapie werden in ihrer eigenen Praxis einen besonderen Stellenwert bekommen.

Das Projekt „Alte Dekanei“ neigt sich dem Ende. Ein denkmalgeschütztes Gebäude an exponierter Stelle aus dem 18. Jahrhundert konnte dank des Engagements von Uli Schmitz erhalten werden. Nach fünfjährigem Leerstand zieht jetzt wieder Leben ein. Das Erdgeschoss wird komplett von der Hautarztpraxis eingenommen. Eine Wohnung ist bereits vergeben, für zwei weitere im Dach- und im Obergeschoss werden noch Mieter gesucht.

Was mit dem einstöckigen Anbau Richtung Große Straße passieren wird, ist noch nicht endgültig entschieden. Uli Schmitz hätte es gerne abgerissen und die Lücke mit einem modernen Anbau gefüllt: „Ein stilistischer Kontrapunkt, der sich wohl nicht mit der städtischen Gestaltungsordnung vereinbaren lässt.“ Im Zweifel, so Schmitz, werde er aufgehübscht und mit einer Dachterasse als reizvolle Ergänzung der Dachgeschosswohnung versehen. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte: www.altedekanei.de.

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