Hegering erfreut über Zulauf

Vorstand, Geehrte und Gäste des Hegerings Nord (v.l.): Jürgen Luttmann, Vorsitzender der Jägerschaft Verden, Uwe Fehsenfeld, ehemaliger, langjähriger Schatzmeister, Schatzmeisterin und Schriftführerin Ute Schernich, Dr. Werner Glowacz , geehrt für 25-jährige Mitgliedschaft, Hans H. Würger, stellvertretender Vorsitzender und Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, Hegering-Vorsitzender Hans-Henning Meyer, Christian Meier, stellvertretender Kreisjägermeister, und Schießobmann Christoph Gohde. Foto: Hegering Nord

Die Rückkehr des Wolfes wird viel diskutiert. Auch im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Hegerings Verden Nord war der Isegrim Thema. Darüber hinaus setzten sich die Mitglieder aber auch mit der Afrikanischen Schweinepest auseinander und hielten einen Rückblick auf die Aktivitäten der vergangenen Monate.

Verden-Scharnhorst – Sehr zur Freude des Hegeringleiters Hans-Henning Meyer war der Saal des Landhauses Müller proppenvoll. Er wertete dies als ein gutes Zeichen für das große Interesse der Waidgesellinnen und Waidgesellen im Hegering Verden Nord an der Jahreshauptversammlung mit Hegeschau.

„Es mussten sogar noch weitere Stühle hinzu geholt werden, und das lag nicht nur an den zahlreich angetretenen Bläsern des Bläserkorps oder den erfreulichen elf Neuzugängen zum Hegering“, teilt Schriftwartin Ute Schernich mit. Zwei Referate zu den drängenden Fragen und Aufgaben dieser Zeit für die Jäger und Revierinhaber lockten ebenfalls.

Aus dem Hegering berichtete Leiter Meyer von der allgemeinen Verringerung der Streckenzahlen, aber auch von den Aktivitäten, wie dem sommerlichen Abendansitz mit Schulkindern im Rahmen des Ferienspaßes, der Beteiligung an den Waldjugendspielen sowie der höchst erfolgreichen Ausrichtung der Hubertusmesse in und um St. Sigismund in Daverden. Alle drei Aktivitäten seien außerordentlich öffentlichkeitswirksam und als positive Darstellung von Jagd und Jägern bei Kindern, aber auch deren Eltern nicht zu unterschätzen, so Meyers Fazit.

Der Vorsitzende lobte auch das sehr gute Abschneiden der Schützen des Hegerings. Bei den Kreismeisterschaften erreichten sie im jagdlichen Schießen den zweiten Platz. Das sei laut Meyer wohl auch auf die perfekte Organisation und Motivation, die vom Schießobmann des Hegerings Christoph Gohde ausgeht, zurückzuführen. Dieser ermutigte denn auch wieder alle Jäger, sich am Übungsschießen und an dem Wettbewerb zu beteiligen.

Christian Meier, der stellvertretende Kreisjägermeister, referierte besonders eindringlich über die Gefahr der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und den Umgang mit tot aufgefundenem Schwarzwild. Auch die Problematik der wachsenden Wolfspopulation fand in seinem Referat die gebührende Erwähnung und Bewertung.

Daran anschließend stellte Jürgen Luttmann, Vorsitzender der Jägerschaft Verden, die Aktionen des Verdener Hegefonds dar. Besonders interessant seien die Prädatorenprojekte, die in Fischerhude und im Lehredetal bereits angeschoben sind, heißt es im Text des Hegerings.

Der Schutz der Niederwildpopulation sei mit der nachhaltigen und stringenten Bejagung von Prädatoren gewährleistet, und die Kreisjägerschaft hilft mit Rat und Tat. Als Beispiele nannte Luttmann die Beantragung von Mitteln sowie die Beschaffung von Fallen und Gerät, sodass die Fallenjagd zuverlässig ausgeübt werden könne.

Zum Abschluss stellte sich Helmut Meyer aus Luttum als einer der neuen Wolfs-Obleute vor. Sein Kollege im Landkreis Verden ist Wolfgang Mohr aus Fischerhude-Quelkhorn.

Helmut Meyer beschrieb detailreich sein Aufgabenfeld und ermunterte die Jägerschaft zur Hilfe bei der Beschaffung belastbarer Daten über den Wolf. So sollten zum Beispiel alle Sichtungen, Fährten, Kot oder Urin, Fotofallenaufnahmen gesichert beziehungsweise dokumentiert und auch Wildtierrisse, die auf die Anwesenheit des Grauhundes hindeuteten, bei ihm gemeldet werden.

Das Bläserkorps schloss die Veranstaltung mit dem Signal „Auf Wiedersehen“.

Kontakt zu den Wolfsberatern:

Wer glaubt, einen Wolf gesehen zu haben oder Fragen dazu hat, kann die Wolfsberater jederzeit telefonisch informieren. Helmut Meyer, Luttum, ist unter Telefon 0173/4653650 erreichbar, Wolfgang Mohr, Fischerhude-Quelkhorn, steht unter Telefon 0173/2489251 zur Verfügung. Beide Kontaktpersonen nehmen auch Meldungen von Nutztierrissen im Landkreis Verden vermittelnd entgegen.

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