Kaufhaus hat geöffnet

Verden: Haushaltsunterstützung der Awo stark nachgefragt

Dagmar Guse (r.) und Grit Müller an einem Schreibtisch.
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Schon kurz nach Start der Hauswirtschaftlichen Hilfen haben Dagmar Guse (r.) und Grit Müller bereits über 80 Kunden in der Kartei.

Verden – Die Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Verden hat zum Monatsanfang auf die hohe Nachfrage reagiert und ihr Angebot, das von Essen auf Rädern über Beratungsstellen, Mutter-Kind-Kuren, Second-Hand-Kaufhäuser oder Offerten für ein freiwilliges soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst reicht, um „Hilfe im Haushalt und Begleitung“ erweitert.

Der Bedarf sei enorm, unterstreicht Kreisgeschäftsführerin Dagmar Guse. „Knapp drei Wochen nach Start stehen in der Kundenkartei bereits über 80 Namen und das bei steigender Tendenz“, berichtet Guse.

Die Geschäftsführerin erzählt, dass die Awo traditionell landkreisweit Menschen mit Essen auf Rädern unterstütze und dass das erweiterte Angebot jetzt dazu beitrage, dass vor allem Ältere so lange wie möglich im eigenen Haushalt und damit in der vertrauten Umgebung wohnen bleiben könnten. Häufig seien es gerade einfachen Hilfen, sogenannte Unterstützungsangebote, die Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen das Leben zu Hause erleichterten. Es handele sich beispielsweise um die Begleitung zum Einkauf, bei Behörden- oder Arztgängen oder Hilfe im Haushalt. Guse: „Wird dieses Hilfsangebot in Anspruch genommen, das als sogenanntes Unterstützungsangebot im Alltag landesrechtlich anerkannt ist, können Pflegebedürftige ab Pflegegrad eins den Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung bis zu einer Höhe von 125 Euro monatlich dafür einsetzen. Jedoch wüssten viele Berechtigte nichts von dieser Möglichkeit oder machten, warum auch immer, keinen Gebrauch davon.

Zurzeit seien acht hauswirtschaftliche und sozial qualifizierte Mitarbeiterinnen in diesem Bereich eingesetzt, doch schon im April kämen weitere Kräfte hinzu. Guse: „Es ist ein bewährtes Team. Alle haben zuvor bei Awo-Ambulant gearbeitet.“ Für Guse ein Glückstreffer, da die Kräfte im Umgang mit Pflegebedürftigen sowie an Demenz erkrankten Menschen geschult und vertraut seien und so auf Wunsch auch Betreuungen übernehmen und Beschäftigungen anbieten könnten.

„Mit solcher Unterstützung kann der Umzug in eine Senioreneinrichtung oft verhindert oder wenigstens verzögert werden“, sagt Guse.

Nähere Auskunft und Informationen erteilen Dagmar Guse, Telefon 04231/61310, oder Hauswirtschaftsleiterin Grit Müller, 04231-61433, E-Mail awo-kv-verden@t-online.de.

Die Kreisgeschäftsführerin weist darauf hin, dass seit Mitte März unter den aktuellen Corona-Beschränkungen das Awo-Kaufhaus in Verden und das Kaufhaus Stöbereckchen in Bassen geöffnet haben. „Wir sind froh, dass wir endlich wieder Kunden begrüßen dürfen. Die mehrmonatige Schließzeit knabbert an unserer Substanz“, so Guse und Kaufhaus-Leiterin Hilke Lindemann. Denn Hilfe vom Staat sei bislang noch nicht geflossen, da sich das Antragsverfahren aufgrund ständig wechselnder Modalitäten immer wieder verzögere. Guse: „Nicht einmal der Steuerberater blickt hier wirklich noch durch.“

Fakt ist, dass beide Awo-Läden von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, geöffnet haben. Gearbeitet wird mit Terminvergabe, es sei denn, es befindet sich kein Kunde im Laden. Es darf immer nur ein Kunde oder ein Haushalt für eine halbe Stunde einkaufen. Die hygienischen Vorgaben müssen beachtet und die Kontaktdaten hinterlassen werden.

Die Terminvergabe kann persönlich oder telefonisch erfolgen. Verden ist unter der Telefonnummer 04231/9566214 und Bassen unter der Nummer 04207/6697914 erreichbar.  nie

Die Regale im Kaufhaus Verden sind überwiegend gut gefüllt. Mangel herrsche nur bei Herrenbekleidung, so Kaufhaus-Leiterin Hilke Lindemann.

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