Drei Bands auf der Bühne

Harter Rock aus der Region

Die Verdener Band Mundane rockt im Jugendzentrum.

Verden - Rock vom Feinsten, darauf darf sich das Publikum am Freitag, 29. April, ab 19 Uhr, im Verdener Jugendzentrum freuen. Bereits zum sechsten Mal steht eine inklusive Rocknacht auf dem Programm. Angekündigt haben sich hochkarätige Bands aus der Region. Organisiert wird des Konzert von den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Verden.

Wie auch in den vergangenen Jahren ist Inklusion das bestimmende Thema der Aktion, die im Rahmen des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen stattfindet. Die Offenen Hilfen setzen auf ein bunt gemischtes Publikum. Neben der Band Hau Drauf von der Lebenshilfe werden zwei andere Bands aus der Region dabei sein, und zwar Mundane aus Verden und Caldera aus Bremen. Die Veranstaltung wird freundlicherweise von der „Aktion Mensch“ maßgeblich unterstützt.

Wenn man Mundane aus Verden hört und sieht, ist sofort zu spüren, dass sie ihre Instrumente lieben und die Musik leben, mit hemmungsloser Hingabe. Zu dem Projekt, aus dem später Mundane wurde, holte sich Sänger und Gitarrist Dennis Wiedtke im Jahr 2012 zum einen Freerk Bockhop und zum anderen Alexander „Streuner“ Ewert dazu. Der Name „Mundane“, was übersetzt so viel wie „banal“ heißt, kam von Drummer Freerk.

Die Musik in Richtung Grunge/Heavyblues ist aggressiv und psychopathisch „hübsch“. Dreckig-charismatische Stimme und sehr ehrliche Texten, das ist Dennis, der mitreißend und einfühlsam von Hass und Ungerechtigkeit singt. Dazu das kraftvolle und dramatische Spiel von Freerk, der es schafft, tatsächlich mehr aus seinen Drums zu holen, als jeder Mensch zunächst für möglich halten würde. Ergänzt vom individuellen und ausgefallenen Bassspiel von Streuner, dessen Lebensfreude unnachahmlich ist. So versuchen Mundane den Rock‘n‘ Roll zurück zu holen, der einst eine ganze Generation geprägt hat. Die Bühnenpräsenz von Mundne ist unbeschreiblich chaotisch, energiegeladen und selbstzerstörerisch.

Die Band Hau Drauf von der Lebenshilfe Verden ist ein Musterbeispiel für die gegenwärtig vielzitierte Inklusion von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Vor ein paar Jahren bekam sie die Chance, ihre Proben aus den Räumen der Lebenshilfe ins Jugendzentrum Verden zu verlegen. Nun hat die Band eine echte Bühne zum proben, kann ihr Equipment dort lagern und bei Gelegenheiten wie der Rocknacht, der Disco der Lebenshilfe und zuletzt zum 20-jährigen Bandjubiläum dort auftreten. Seit über zwei Jahrzehnten spielen sie in wechselnder Besetzung ehrlich und geradeaus Deutschrock-Cover von Westernhagen, Lindenberg oder Ich und Ich, aber auch zunehmend eigene Stücke oder Cover mit eigenen Texten. Im Vordergrund stehen nicht so sehr die Defizite, sondern die Fähigkeiten der behinderten Menschen, die gemeinsam mit zwei Pädagogen der Lebenshilfe Verden Songs erarbeiten und proben.

Als Hauptact wird die Band Caldera aus Bremen die Bühne rocken. Die fünf Musiker waren sofort von der Idee begeistert, bei einer inklusiven Rocknacht zu spielen. Sie beschreiben ihre Musik als kompromisslose Synthese aus Rock, Metal, Lyric, Punk und Goth. Neodramatisch geht sie unter die Haut, mal atemlos, mal einfühlsam, mal mystisch und immer mit einer Portion Härte, ganz wie im richtigen Leben.

Caldera gibt es seit 2007, sie haben mittlerweile circa 100 Auftritte bestritten, Highlights waren sicher die zwei Gigs auf der Breminale, bei Rock im Torf und im Meisenfrei. Caldera bedeutet übersetzt Vulkankrater, ist also die Folge eines Vulkanausbruchs. Ein Versprechen.

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