bringen blinden Vierbeiner aus Verden ins TV-Programm

Fuchs Justus unterwegs bei „Harte Hunde“ auf Vox

Ein Fuchs in seiner Box im Tierasyl.
+
Wieder gut drauf: der kleine Justus.

In der nächsten Folge der Dokusoap „Harte Hunde“ auf Vox wird auch von einem blinden Jungfuchs aus Verden berichtet. Die Verdenerin Julia Linz hat das Tier in ihrer Wildtierpflegestelle wieder aufgepäppelt.

Verden – Unter den mehr als 350 Tieren, um die sich im vergangenen Jahr Julia Linz in ihrer Wildtierpflegestelle Verden gekümmert hat, war auch ein erblindender Fuchswelpe. Sein Augenlicht war nicht zu retten, aber sein Leben. Er wurde an eine Tierschützerin in Kirchseelte (Kreis Oldenburg) vermittelt, die über mehr Platz verfügt. Dort lebt Justus mit einem dreibeinigen Artgenossen zusammen und wird am Sonnabend, 8. Januar, in der neuesten Folge der Sendereihe „Harte Hunde“ ab 19.10 Uhr des Fernsehsenders Vox zu sehen sein.

Kümmern sich um Justus und bringen ihn ins Fernsehen: Michelle Lang, Ralf Seeger, Julia Linz und Dennis (v.l.).

In der Dokusoap, deren siebte Staffel morgen startet, unterstützen Ralf Seeger und seine ebenso muskulösen, tätowierten und tierlieben Freunde aus dem Verein „Helden für Tiere“ aktiv andere Tierschützer und Vereine bei dringend notwendigen Bauarbeiten. Im Rahmen der Dreharbeiten für die morgige Folge bei Karin Petra Freiling in Kirchseelte machten sie einen Abstecher nach Verden zu Julia Linz, wo sich seinerzeit noch Fuchs Justus befand.

Vom Jagdpächter gefunden und zur Pflege gebracht

„Ein Jagdpächter hatte ihn gefunden, eine Zeit lang aufgepäppelt und dann zu uns gebracht“, erinnert sich die Verdenerin. „Mir ist dann aufgefallen, dass etwas nicht stimmt.“ Von der Tierarztpraxis am Finkenberg wurde sie an einen Augenspezialisten der „Klinik für Kleintiere“ in Sottrum weiterempfohlen. „Diagnostiziert wurde eine Erkrankung, die das Tier fast nichts mehr sehen ließ“, berichtet Julia Linz.

Der zweite Fuchs hat nur drei Beine

Die befreundete Diplombiologin aus Kirchseelte habe ausreichend Platz, um dem erblindenden Justus dauerhaft ein Zuhause bieten zu können. Denn eine Auswilderung, was sonst Ziel ihrer Arbeit ist, war ausgeschlossen. Also ab nach Kirchseelte. Dort lebt Justus mit einem zweiten behinderten Fuchs zusammen und den beiden geht es richtig gut. Davon hat sich Julia Linz bereits mehrfach überzeugt. Und Dank der „Harten Hunde“ hat das Duo nun noch mehr Platz.

Julia Linz freut sich über die Unterstützung, die Katrin Petra Freiling bekommen hat. Denn aus eigener Erfahrung weiß sie, wieviel Zeit und Geld Tierschutzarbeit erfordert. Bei einer groben Hochrechnung kommt sie schnell auf mehrere hundert Kilo, die sie im vergangenen Jahr in ihrer Wildtierpflegestelle verfüttert hat.

Ganz behutsam untersucht der Sottrumer Veterinär Marco Werhahn Beining den kleinen Fuchs. Julia Linz hält den Vierbeiner vorsichtig fest.

Hinzu kommen Kosten für Medikamente, immer mal wieder Operationen und Behandlungen. Groß sei das Entgegenkommen der Tierärzte. „Dafür sind wir genauso dankbar wie für jede Spende. Ohne würden wir das alles nicht schaffen“, betont die Verdenerin.

Doch manchmal gibt es keine Rettung mehr und phasenweise konnte sie keine Tiere mehr aufnehmen, weil schlichtweg alle Boxen und Ställe auf dem 900 Quadratmeter großen Grundstück voll waren. Die Tiere adäquat zu versorgen ist ihr bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit enorm wichtig, um sie dann wieder in die Freiheit entlassen zu können.  wb

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Abriss schafft Platz für Wohnungen

Abriss schafft Platz für Wohnungen

Abriss schafft Platz für Wohnungen
Halterin aus Morsum ärgert sich über freilaufende Hunde

Halterin aus Morsum ärgert sich über freilaufende Hunde

Halterin aus Morsum ärgert sich über freilaufende Hunde
An der Autobahn 27: Ein Blechpfeil und bei Rot über die Ampel

An der Autobahn 27: Ein Blechpfeil und bei Rot über die Ampel

An der Autobahn 27: Ein Blechpfeil und bei Rot über die Ampel
Fastfoodketten planen Mehrwegsysteme

Fastfoodketten planen Mehrwegsysteme

Fastfoodketten planen Mehrwegsysteme

Kommentare