Erholungstreffpunkt gebaut

Vier Verdener Jugendliche sind aus dem Eurocamp in Saumur zurück

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Mãlin Miettinen, Omar Omar, Justin Janetzky und Katharina Delius berichten Bürgermeister Lutz Brockmann von ihrer spannenden Reise.

Verden - Zwei Wochen auf der französischen „île Millocheau“ sind vorüber: Am Montagmorgen erreichten die vier Jugendlichen, die am 23. Juli im Rahmen des Eurocamps nach Saumur fuhren, wieder den Verdener Bahnhof. Am gestrigen Vormittag erzählten sie von ihren größtenteils positiven Erlebnissen und Erfahrungen im Büro von Bürgermeister Lutz Brockmann.

Im Rahmen des Eurocamps treffen sich Jugendliche aus den Partnerstädten Havelberg, Warwick, Formigine, Saumur und Verden jährlich in den verschiedenen Städten: Dieses Jahr ging es für Mãlin Miettinen (16), Omar Omar (18), Justin Janetzky (16) und Katharina Delius 16) nach Saumur. 

Gemeinsam mit zwölf weiteren Jugendlichen aus drei der anderen Städte – Havelberg war diesmal nicht vertreten – verbrachten sie zwei Wochen auf der Insel Millocheau, um dort ein Projekt zu verwirklichen und Kontakte zu knüpfen. Organisiert wurde die Reise von Jlaria Massari und Katharina Kuß, zuständig für den Bereich Paten- und Partnerschaften der Stadt Verden.

„Wir kamen vier Stunden später an, da wir aufgrund einer falschen Anzeige am Bahnsteig in den falschen Zug gestiegen sind“, berichtet Katharina Delius lachend. „Auch auf der Rückreise verpassten wir unseren Zug in Paris, weswegen wir statt Sonntagabend, 19 Uhr, am Montagmorgen um 2 Uhr ankamen. Der Aufenthalt war aber sehr gut. Die Leute waren nett, wir haben uns alle gut verstanden. Ich hatte eine tolle Zeit“, erzählt Katharina Delius, und die drei anderen Jugendlichen stimmen ihr zu. „Ich hatte eine sehr schöne Zeit“, so Omar.

Nur an zwei Tagen machten die Jugendlichen Pause

Während ihres Aufenthaltes arbeiteten die Verdener fast täglich mit den anderen Jugendlichen an ihrem Projekt: dem Errichten eines Erholungstreffpunktes. Die sprachlichen Barrieren stellten dabei kein Problem dar. „Wir konnten uns gut verständigen. Wenn es mal nicht so gut geklappt hat, haben wir den Google-Übersetzer benutzt“, so Justin Janetzky. „Mit den Engländern war das einfacher als mit den Franzosen“, ergänzt Mãlin Miettinen. 

„Wir haben, bis auf zwei Tage, immer gearbeitet. Einmal war es zu heiß und einmal sind wir an den Atlantik, zum Les Sables d‘Olonne gefahren. Die Fahrt hat zwei Stunden gedauert und vor Ort durften wir nicht ins Wasser, da die Strömung sehr stark ist. Außerdem befindet sich dort eine große Brutstelle von einer vom Aussterben bedrohten Vogelart“, erklärt Mãlin Miettinen. 

„Aber auf der Insel selbst gab es einen Badesee, dort war das Schwimmen erlaubt“, ergänzt Katharina Delius. „Um die 35 Grad hatten wir dort. Ein Jugendlicher hatte einen kompletten Sonnenbrand“, erzählt sie.

Bürgermeister Brockmann lobt das Engagement

Neben der harten Arbeit in der heißen Sonne unternahmen die Jugendlichen weitere Ausflüge: Es ging zum Schloss Saumur oder zur Cadre Noir, der Nationalen Reitschule. Es folgten eine Bootsfahrt auf der Loire und ein Grillfest.

„Das war ein mutiges, aufwendiges Projekt“, beschreibt Lutz Brockmann seinen Eindruck von den Erzählungen der jungen Leute. Hintergrund der Reise sei, dass sich viele neue Menschen kennenlernen.

Und sie haben sich gut kennengelernt, denn: „Der Abschied war sehr tränenreich, alle haben geheult“, erzählt Mãlin Miettinen lachend. „Aber wir haben eine Whatsappgruppe und bleiben alle in Kontakt.“

jh

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