Hans König wieder mit dabei

Die Domfestspiele ohne die Organisatorin Gaby Mueller sind kaum denkbar.

Verden - Bis zur Premiere der Domfestspiele am 14. Juli 2017 sind es noch mehr als 16 Monate und trotzdem wirft die kommende Produktion des Freilichttheaters vor der Kulisse des Verdener Domes bereits ihre Schatten voraus. „Die organisatorischen Vorbereitungen und Planungen haben längst begonnen“, sagt Gabriele Müller, die geschäftsführende Vorsitzende des Festspielvereins, die zuversichtlich in eine für sie arbeitsreiche Zukunft blickt.

Auf „Das geheime Attentat“ aus der Festspielsaison 2014 wird 2017 „Der brennende Mönch“ folgen und eine Geschichte zum 500-jährigen Reformationsjubiläum erzählen. „Es wird gezeigt, welche Rolle Verden zur Zeit Martin Luthers hatte“, so Müller, die zum wiederholten Mal sowohl Idee als auch Script für das Freilichtspiel entwickelt hat. Und was könnte hierfür geeigneter sein als einen Blick auf das Schicksal des Theologen und Märtyrers Johann Bornemacher zu werfen?

Der Mönch hatte sich einst von den Predigten und Schriften Luthers inspirieren lassen und am Tag nach Mariä Empfängnis beim Gottesdienst im Verdener Dom öffentlich den dortigen Prediger angegriffen, was natürlich nicht ungestraft blieb: Bornemacher wurde gefangen genommen, schwerst gefoltert und zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Politik, Klerus, Eifersucht, Liebe, Intrige und Hass: Das Stück hat nach Aussage von Müller von allem etwas und werde auch wieder eine wunderbare Ausstattung und ein monumentales Bühnenbild bieten. „Das Konzept für die Saison 2017 steht und in nächster Zeit nimmt auch unser bewährter Sponsorenbetreuer Wolfgang Reichelt seine Arbeit für die Sponsorenaquise auf“, berichtet Müller, die die Gesamtkosten für die Inszenierung auf 370 000 Euro beziffert. „Alleine für Tribünen, Licht und Ton sind 75 000 Euro fällig.“

Zweifel am kommenden Erfolg der nunmehr achten Inszenierung hat die organisatorische Leiterin der Festspiele nicht. „Die Besucherzahlen zeigen, dass unser Weg goldrichtig ist. 2014 haben über 10 000 Besucher das Stück gesehen. Das wollen wir natürlich erneut erreichen.“ Die Domfestspiele haben sich nach Einschätzung von Müller schließlich nicht nur beim regionalen Publikum etabliert, sondern auch überregional an Bedeutung gewonnen. Und aus Reaktionen aus dem Publikum wisse sie, dass bereits die nächste Festspielsaison herbeigesehnt werde.

Auch Hans König sei als Autor und Regisseur wieder mit im Boot, wie auch das Gros der Laiendarsteller und professionellen Schauspieler im kommenden Jahr wieder auf der Freilichtbühne am Dom stehen wolle. Dafür gilt es, etwa sechs bis acht Hauptrollen sowie rund 70 Neben- und Komparsenrollen zu besetzen. Außerdem werden an die 50 Menschen gesucht, die sich Backstage, also hinter der Freilichtbühne vom Bühnenbau bis zur Maske verlässlich engagieren.

Müller: „Es ist nicht leicht, fachlich gute Leute zu finden, die ehrenamtlich arbeiten. Wir sind dankbar für jeden, der hilft.“ Gesucht wird außerdem ein Probenraum von rund 300 Quadratmetern Größe. Der erste Flyer ist bereits entwickelt und die organisatorischen Details sind weitestgehend geplant.

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