Hannoveraner Verband: Erste Delegiertenversammlung in Verden nach Fusion

Auf Balance kommt es an

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Vorsitzender Manfred Schäfer (stehend) konnte über 120 Delegierte aus den Zuchtverbänden begrüßen.

Verden - Der Hannoveraner Verband hatte zur Delegiertenversammlung in das Forum der Niedersachsenhalle nach Verden geladen. Der langjährige Verbandsvorsitzende Manfred Schäfer begrüßte dazu 123 Delegierte und viele Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft. Erstmals nach der Fusion der Abteilung A des Rheinischen Pferdestammbuchs mit dem Hannoveraner Verband waren auch 13 Delegierte aus dem Rheinland angereist.

Im Rahmen des Treffens nahmen Manfred Schäfer und sein Stellvertreter Hermann-Jürgen Rump zahlreiche Ehrungen vor. So ging unter anderem der Friedrich Jahncke-Preis und auch der Fritz von der Decken-Preis an das Züchterhaus Willem Klausing (Diepholz), der gleich zwei Gemälde des Malers Manfred Busemann erhielt, von seiner Dressurstute Dynastie und von dem von ihm gezogenen Prämienhengst Le Vivaldi.

Ehrenurkunden für Erfolge auf der Herwart von der Decken-Schau 2014 erhielten auch zwei Züchter aus der Region: Dr. Hinni Lührs-Behnke (Verden-Borstel) für die von ihm gezogene Halbblutstute Liciella von Likotoxx/Wenzel und Stratos Protogeros (Kükenmoor) für die von ihm gezogenen 1b-Stute Flower von Fürstenball/Earl.

Zuchtleiter und Geschäftsführer Dr. Werner Schade fand in seinem Jahresbericht deutliche Worte: „Die Pferdezucht hat in den vergangenen Jahren die härtesten Rückgänge in der Geschichte zu verzeichnen gehabt. Eine Rückkehr zu alten Zuständen wird es nicht mehr geben.“ Schade fasste zusammen: „Die Verbandsführung muss die Balance aus Zucht, Strukturen und Finanzen finden. Wird einer dieser Bereiche nur etwas vernachlässigt oder übergewichtet, entstehen Schieflangen.“ Im Bereich der Zucht würden in diesem Jahr die lineare Beschreibung, das HLP-Konzept 2016 und die Gesundheitsdatenbank die bestimmenden Themen sein.

Schade ging auch auf die aktuelle Situation im Auktionsgeschäft ein: „Es ist Philosophie des Hannoveraner Verbandes, die Züchter zu unterstützen und so viele Pferde wie möglich abzusetzen“, sagte er. Im Vergleich zu anderen norddeutschen Verbänden würden in Verden 60 Prozent der insgesamt auf Auktionen verkauften Reitpferde vermarktet. Die Umstellung des Auktionskonzepts und die Intensivierung der Arbeit mit Kooperationspartnern im Ausland seien wichtige Schritte, die den veränderten Entwicklungen im Vermarktungssektor Rechnung tragen.

Manfred Schäfer ging auf die Erfolge des Vereins zur Förderung des Reitsports auf hannoverschen Pferden (FRH) ein. Er führte aus, dass bei den Weltreiterspielen in der Normandie die De Niro-Söhne Desperados und D'Agostino zum deutschen Weltmeisterteam gehörten. Mit Escada JS, Gotha und Status waren weitere FRH-Pferde in Frankreich am Start. Neu aufgenommen wurde der Schimmelhengst Auheim's Del Magico, der im vergangenen Jahr in Verden Vize-Weltmeister der Jungen Dressurpferde wurde. „Er steht vor einer großen Zukunft“, zeigte sich Schäfer überzeugt.

Gerhard Wiechers, Leiter der Finanzen, stellte die Gewinn- und Verlustrechnung 2014 vor: „Die Beiträge und die Gebühreneinnahmen sind rückläufig, aber im Planungsrahmen. Die Erträge aus Absatz und Ausbildung sind im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Da wir aber die Entwicklungen frühzeitig erkannt haben, haben wir mit einer Kostenreduzierung gegengesteuert, so dass das Geschäftsergebnis 2014 des Hannoveraner Verbandes mit einem leichten Gewinn abgeschlossen wurde.“

jho

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