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Innenstadt-Sterben: Verden hält dagegen

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Von: Erika Wennhold

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Leere Bäckerei-Filiale.
Leerstände wie die seit dem ersten Lockdown geschlossene Brotkate sind nicht gut für die Innenstadt. Ob und wann die Bäckereifiliale wieder öffnet, ist noch offen. © Wennhold

Der Lichterzauber sollte die Verdener Innenstadt beleben. Die Resonanz überraschte selbst den Veranstalter.

Verden – Eine lebendige Innenstadt, das wünschen sich die Verantwortlichen in den Rathäusern vieler Kommunen. Was früher einmal selbstverständlich war, erfordert heute eine ganz neue Herangehensweise. Das Verhalten der Konsumenten hat sich verändert, jetzt gilt es, darauf zu reagieren. Förderprogramme des Landes Niedersachsen sollen dabei helfen. Zum Beispiel das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“, für das sich Verden beworben und jetzt den positiven Bescheid erhalten hat.

800 000 Euro werden der Stadt an Fördermitteln zur Verfügung gestellt. Mit diesem Geld sollen verschiedene Projekte zur Belebung der Innenstadt finanziert werden. Darin eingeschlossen sind unter dem großen Dach Kultur drei verschiedene Bereiche, die profitieren und Publikum anlocken sollen. Darunter Musik, Tanztheater und Improvisation, Musik und Töne mit Veranstaltungen wie die Klanginstallation im Allerpark und als dritter Posten die dazugehörige Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Pflege der Website. Für diese drei Bereiche steht jeweils ein Drittel der Fördersumme in Höhe von 90 000 Euro zur Verfügung.

Erstes aus diesem Topf finanziertes Event war am Sonnabend der Lichterzauber zur Walpurgisnacht vor dem Rathaus, der mehr Zuschauer anzog, als die Veranstalter erwartet hatten. Kosten: knapp 9 000 Euro. Margarete Meyer vom Veranstalter Tintenklecks: „Dass wir zu dieser Veranstaltung so viele Leute und ein so buntes Publikum begrüßen konnten, hatten wir nicht erwartet. “

Insofern war es für Tintenklecks ein Riesenerfolg, aber auch ein Lernprozess. Einiges würde man bei der nächsten Veranstaltung anders machen. Dazu beitragen werden sicher schon die unterschiedlichen Veranstaltungsorte wie zum Beispiel der Platz vor dem E-Center am Holzmarkt oder der Allerpark.

Rein städtische Fördermittel werden dafür verwendet, leer stehende Ladengeschäfte wiederzubeleben und zukünftigen Geschäftsinhabern den Sprung in die Selbstständigkeit zu erleichtern.

Eine Erfolgsgeschichte in Verden, denn trotz der schwierigen Situation durch die Corona-Pandemie haben sich inzwischen vier ehemalige Pop-up-Stores in Verden fest etabliert. Sie profitieren nun davon, dass die Stadt Neuansiedlungen finanziell unterstützt. Birgit Koröde von der Wirtschaftsförderung fasst zusammen: „Verdens Engagement gilt als beispielhaft und wird landesweit äußerst positiv bewertet.“ Der „Masterplan Innenstadt“ beinhalte außerdem bis zum Jahr 2027 ein ganzes Paket an Maßnahmen, die erörtert werden müssen.“ Gedanken müsse man sich zum Beispiel darüber machen, was passiere, wenn die Geschäfte die Innenstadt nicht mehr beleben. „Das Einkaufsverhalten hat sich sehr geändert, darauf muss man reagieren und zum Beispiel das Wohnen in den Innenstädten fördern.“

Wer Interesse hat, sich genauer über die verschiedenen Förderprogramme zu informieren, kann dies auf der Website der Stadt unter der Adresse https://www.verden.de/perspektive-innenstadt tun.  

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