Zwei weitere Menschen verstorben

Hälfte der Intensivbetten belegt - Aller-Weser-Klinik konzentriert Personal

Trotz Rückgang der Inzidenzzahlen: Corona hält die Aller-Weser-Kliniken, hier der Standort Verden, weiterhin fest im Griff.
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Trotz Rückgang der Inzidenzzahlen: Corona hält die Aller-Weser-Kliniken, hier der Standort Verden, weiterhin fest im Griff.

Verden/Achim – Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken, aber die Corona-Pandemie hält den Landkreis Verden weiterhin spürbar im Griff. Zu einer ungewöhnlichen Maßnahme habe sich jetzt die Aller-Weser-Klinik durchgerungen, erklärt Landrat Peter Bohlmann auf Nachfrage. Insgesamt fünf der elf Intensivbetten seien mit Beatmungspatienten belegt. An diesem Wochenende habe deshalb ein Operationssaal geschlossen werden müssen. Das Personal werde auf der Isolierstation benötigt.

Gleichzeitig sind einer Mitteilung der Kreisverwaltung zufolge zwei neue Todesfälle zu beklagen. In der Pflegeeinrichtung „Haus in der Bürgerei“ in Thedinghausen verstarb in der Nacht auf Donnerstag eine über 90-jährige Bewohnerin an den Folgen der Covid-19-Erkrankung. Eine knapp über 80-jährige positiv getestete Patientin aus Oyten starb am Freitag in der Aller-Weser-Klinik in Verden.

Sowohl die angespannte Lage in den Krankenhäusern als auch die beiden Todesfälle belegten, so der Landrat, dass nicht ansatzweise Entwarnung gegeben werden könne. „Beides zeigt, es darf uns nichts entgleiten.“ Es stehe zwar ein erfreulicher Rückgang bei der Inzidenz zu Buche, sie wurde gestern mit 148 angegeben, aber die Richtung könne sich auch schnell wieder ändern. „Erst vorvergangenen Freitag mussten wir bei einer Inzidenz von 235 erfahren, wie schnell die Entwicklung auf die Krankenhäuser durchschlägt.“ Vorbeuge und die konsequente Rückverfolgung der Infektionsketten durch das Gesundheitsamt seien weiterhin lebenswichtig.

Eine Einschätzung, die gestern durch nächste Fakten Aktualität erlangte. So war in Achim in einem weiteren Altenpflegeheim ein Corona-Fall in der Belegschaft bekannt geworden. Eine Testung der Bewohner und Beschäftigten in dem betroffenen Wohnbereich werde aufgrund des erst kürzlich erfolgten Kontaktes am kommenden Montag durchgeführt. Das Heim habe in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Landkreises seine Hygienemaßnahmen verschärft. Die Einrichtung bleibt bis zum Vorliegen der Testergebnisse für Besucher geschlossen.

Keinerlei Grund zu Entwarnungen ist auch an den Schulen. Fünf Schüler aus dem Kreisgebiet wurden zudem neu positiv auf das Virus getestet. Betroffen sind zwei Schüler an der Aller-Weser-Oberschule in Dörverden sowie jeweils ein Schüler am Gymnasium am Wall in Verden und an den Grundschulen in Bierden und Sagehorn. Insgesamt sind damit nach den Herbstferien 72 Schüler in 29 Schulen von Corona-Infektionen betroffen.

Von Heinrich Kracke

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