Gymnasium am Wall: Oberstufenschüler nähern sich per Geva-Test der Antwort

Welcher Job passt zu mir?

Lehrer, Sponsoren und Berater mit getesteten Schülern.
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Lehrer, Sponsoren und Berater mit getesteten Schülern.

Verden - Von Erika Wennhold. Zwei Schülerinnen fanden es irgendwie gruselig, als sie ihr Testergebnis studierten: „Da trifft so vieles zu. Mir werden zwei Berufe vorgeschlagen, zwischen denen ich mich nicht entscheiden kann.“

Eine bessere Bestätigung für das Geva-Institut kann es wohl kaum geben. Nicht zuletzt deshalb bietet das Gymnasium am Wall seit Jahren diesen Test im Jahrgang zehn an. Die Firma Mars, die Agentur für Arbeit und der Schulförderverein traten diesmal als Sponsoren auf und waren vertreten, als in kleinerer Runde über den Sinn der Sache gesprochen wurde.

Steuern lässt sich das Ergebnis wohl nicht. Eine Schülerin: „Während des Tests ging mir durch den Kopf, wie man bei diesen Fragen erkennen will, was ich beruflich machen soll.“

Dennoch hat es zumindest bei jenen fünf Schülerinnen und zwei Schülern, die nach der Verteilung der Testergebnisse zu einem Gespräch mit Schulleitung, Lehrern und Sponsoren in der Aula geblieben waren, gut geklappt. Die jungen Männer waren keineswegs überrascht, dass ihnen technische Berufe ans Herz gelegt wurden und die jungen Frauen fühlten sich mit dem Vorschlag bestätigt, sich den Geistes- beziehungsweise Sozialwissenschaften zu widmen.

Typisch männlich, typisch weiblich? Das verneint Elke Behnken, die für den Schulverein jahrelang die Übergabe der Testergebnisse begleitet hat. „So klare Rollenverteilungen haben wir nicht immer gehabt.“ Ihr Nachfolger, Marc Schnau, riet den Oberstufenschülern, nicht zu viel aus dem Geva-Test für eine Bewerbung zu verwenden: „Die Firmen machen ihre eigenen Tests.“

Der Bewerbung ein Zertifikat beizulegen, dass im Anschluss an den Test angefordert werden kann, überlegen sich die Teilnehmer jedoch ernsthaft. Beim Geva-Institut heißt es dazu: „Zeigen sie, dass sie sich intensiv mit der Berufswahl beschäftigt haben.“

Allen anwesenden Schülern war im Testergebnis bestätigt worden, dass sie Führungsaufgaben übernehmen oder Mitarbeiter anleiten können, was Schulleiterin Petra Sehrt nicht wunderte: „Dass sie hier sind und mit uns über den Test sprechen, zeugt schon davon.“ Johanna Müller von der Firma Mars ergänzte: „Bei Bewerbungen wird ganz genau geschaut, wie sehr sich jemand einbringt, zum Beispiel, wenn ein Stuhlkreis gebildet werden soll.“ Und Renate Becker, Beraterin bei der Agentur für Arbeit, ermunterte die Schülerrunde: „Mit den Testergebnissen in der Hand konkret an die Berufsplanung heranzugehen.“ Oberstudienrat Thomas Schall beendete die Gesprächsrunde mit dem Ratschlag, sich alles in Ruhe anzuschauen.

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