Professionelle Verhältnisse wie am Wahlsonntag

Gymnasiasten simulieren Bundestagswahl

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Stellten sich als Wahlhelferinnen zur Verfügung: Alexandra Blohme, Nikola Mysegades und Alena-Isabell Blume (v.l.). 

Verden - Höchst professionell ging es bereits am vergangenen Freitagvormittag in der Bibliothek des Domgymnasiums zu. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen neun bis 13 probten den Ernstfall und nahmen anlässlich der gestrigen Bundestagswahl an der kleineren Version, der Juniorwahl, teil.

Das Konzept sah vor, dass die Wahlberechtigten ab Jahrgang neun möglichst realitätsnah die Möglichkeit politischer Partizipation wahrnehmen konnten. Dafür hatten die Klassen von den Politik-Wirtschaft-Lehrkräften Wahlbenachrichtigungen erhalten, mit denen sie dann am Wahltag ihre Stimmen abgeben konnten. Und die Schülerinnen und Schüler nahmen ihre Aufgabe äußerst ernst. „Die Wahlbeteiligung ist schon jetzt sehr hoch“, wussten die Wahlhelferinnen Rieke Jeggle und Anna Holfeld knapp zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale um 13.30 Uhr mit professionellem Blick auf die Wählerverzeichnisse zu berichten. Am Ende lag sie bei 84,8 Prozent (486 von 573 Wahlberechtigten).

Mit Interesse bei der Sache

Besagte Verzeichnisse wurden von allen wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern im Vorfeld erstellt, die dann von ihrem demokratischen Recht Gebrauch machen durften. Die Lehrkräfte Kirsten Haack und Adrian Schmalenbach hatten die Teilnahme des Domgymnasiums an der Juniorwahl organisiert und begleiteten den Ablauf.

Im Unterricht wurden in den vorherigen Wochen das deutsche Wahlsystem und das Wahlrecht durchgenommen. Außerdem stellten die Schüler in Referaten die Wahlprogramme der wichtigsten Parteien vor, um am Wahltag eine möglichst fundierte Entscheidung treffen zu können. „Die Schüler waren im Unterricht mit Interesse bei der Sache und wollten sich sogar darüber hinaus informieren. Leider haben nicht alle Verdener Direktkandidaten auf die E-Mails der Schülerinnen und Schüler reagiert“, kritisierte Politiklehrer Schmalenbach.

Am Ende lag die CDU bei den Domgymnasiasten mit 28,3 Prozent knapp vor Bündnis 90/Die Grünen mit 24,1 Prozent. Die SPD schnitt mit 16,8 Prozent noch schlechter als bei der Bundestagswahl ab. Auf den weiteren Plätzen folgten die FDP (9,4 Prozent), die Partei (6,9 Prozent) sowie die Linke mit 6,7 Prozent. Die Afd kam lediglich auf 1,5 Prozent der Stimmen. ntr

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