Ein gutes Jahr zum Durchatmen

Masterrind auf einem soliden Wachstumskurs

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Die Masterrind konnte sich am Donnerstag über ein volles Haus freuen. Im Rahmen der Vertreterversammlung erfuhren die Mitglieder das aktuelle (positive) Zahlenwerk. 

Landkreis - Das Verdener Unternehmen Masterrind ist auf einem soliden Wachstumskurs. Verantwortlich für diese Entwicklung ist die gute Konsumlage im Inland und die stabile Situation weltweit aufgrund des steigenden globalen Verbrauchs. Von dieser Entwicklung profitiert auch der gesamte deutsche Agrarsektor, in dem sich Rinderzucht und -produktion bewegen, heißt im Pressetext.

Anlässlich der Vertreterversammlungen der RPN Rinderproduktion Niedersachsen und der ZEH Zuchtrinder-Erzeugergemeinschaft Hannover am Donnerstag in der Niedersachsenhalle in Verden, stellte die Masterrind-Geschäftsführung das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016/17 den Mitgliedern der Genossenschaft vor.

Auch wenn sich aktuell die Rohmilchpreise schon wieder deutlich rückwärts entwickeln, habe die gesamte Branche im Rechnungszeitraum 2016/17 von den deutlich freundlicheren Erzeugerpreisen profitiert. Diese günstigeren Marktbedingungen spiegelten auch das Jahresergebnis der Masterrind wider, das sich um 8,2 Millionen Euro oder 4,4 Prozent auf 196,3 Millionen Euro erhöht habe.

Nachdem 2016 wohl als das Krisenjahr schlechthin in die Geschichtsbücher eingehen werde, habe sich die Lage in 2017 gerade für die Milcherzeuger wieder deutlich entspannt. Steigende Preise sorgten für zusätzliche Investitionen. Ein wesentlicher Teil der Umsatzsteigerung sei mit 8,2 Millionen Euro durch den Tierhandel realisiert worden, während die anderen Vertriebsbereiche die Vorjahreszahlen stabilisieren konnten.

Der Tierabsatz habe mit 1,1 Prozent in den Stückzahlen leicht zugelegt. Deutliche Umsatzeffekte ergäben sich durch die steigenden Preise in den Zuchtrindersparten. Insbesondere Zuchtvieh aus dem Milchrindersektor sei, unterstützt durch den starken Auslandsbedarf, sehr gefragt. Neben europäischen Nachbarländern seien es insbesondere Kunden aus der Russischen Föderation und Zentralasien, die für eine anhaltende dynamische Absatzsituation sorgten. In den genannten Regionen sorgten Wirtschaftswachstum, steigende Löhne und der Aufbau eigener effizienter Strukturen in der Tierproduktion für die Entwicklung nachhaltig wachsender neuer Märkte.

Der Absatz von Rindersamen und Reproduktionsdienstleistungen habe sich knapp auf dem Vorjahresniveau stabilisiert. Der Strukturwandel und die Abnahme der rinderhaltenden Betrieben führten mittelfristig zu einem abnehmenden Marktvolumen, das zukünftig intensiver im Wettbewerb stehen werde.

Niemals zuvor gab es so viele 100 000 Liter-Kühe

Das Zuchtprogramm der Masterrind liefere laufend neue Bullen auf absolutem Höchstniveau und habe im vergangenem Jahr zahlreiche neue Spitzenvererber im breitgefächerten Angebot platziert. Die Nutzung neuester wissenschaftliche Methoden sei auch für die kommenden Jahre der Garant für den fortlaufenden Zuchtfortschritt, der sich aktuell im Bereich der Tiergesundheit realisieren lasse.

Der Vergleich der Bestandsveränderungen und Kuhzahlen der vergangenen beiden Jahresabschlüsse jeweils zum 30. September verdeutlichte den schon erwähnten Strukturwandel in der Rinderhaltung des Masterind-Zuchtgebietes. Die Rückgänge in den Betriebszahlen lägen mit minus 7,6 Prozent im vergangenen Jahr deutlich über dem durchschnittlichen Anteil der vergangenen Jahre mit minus 3,5 Prozent. Wenn auch nur leicht, hätten die Kuhzahlen mit minus 1,7 Prozent einen leichten Rückgang zu verzeichnen (Niedersachsen von minus 0,6 Prozent, minus 5 000 Kühe oder Sachsen mit minus 2,2 Prozent, minus 3 000 Kühe). Die Milchleistungen pro Kuh seien ebenfalls leicht rückläufig, wobei die sächsischen Betriebe auf Bundesländerebene die höchsten durchschnittlichen Einzelkuhleistungen mit 9 860 Kilogramm Milch produzierten.

Weiterhin positiv entwickele sich die effektive Nutzungsdauer der Holsteinkühe. Niemals zuvor habe es so viele 100 000 Liter-Kühe in den Masterrind-Mitgliedsbetrieben gegeben.

In den vergangenen Monaten sei das hohe Niveau des Milchpreises nicht gehalten worden, somit werde sich die Marktsituation für alle Milcherzeuger und Rinderhalter wieder etwas kühler gestalten. Die Nachfrage nach dem Rohstoff Milch sei aktuell deutlich geringer gestiegen als die Produktion, aber aufgrund der weltweit positiven Wirtschaftsentwicklung stünden die Zeichen dennoch positiv.

„Die sogenannten Schwellenländer mit zunehmenden Wohlstand sorgen für wesentliches Wachstum. Das bietet unseren hiesigen Rinderhaltern nachhaltig positive Perspektiven. Die Weltbevölkerung wird weiterwachsen und verbrauchen. Landwirtschaftlich günstige Produktionsstandorte werden weltweit knapper“, hieß es dazu wörtlich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe die Masterrind vom deutlich günstigerem Geschäftsklima profitieren können und befinde sich nach wie vor auf Wachstumskurs als leistungsfähiger Partner für die Mitglieder und Rinderhalter.

„Wie tickt die Generation Z?“ Eine Frage, die im Fokus der Studie von Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt von der PFH Private Hochschule Göttingen steht, für die sie 1139 Schüler der Geburtsjahrgänge 1995 bis 2010 befragt hat. Im Anschluss an die Regularien der Versammlung stellte sie dem Auditorium die Ergebnisse der Studie vor und berichtete von gemeinsamen Einstellungen und Verhaltensweisen, mentaler Verfassung, Aufstiegswünschen und -optimismus, Erwartungen an das Berufsleben und Informationsverhalten dieser Generation. Außerdem gibt sie Handlungsempfehlungen für das Personalmanagement und stellt Beispiele für ein Generation-Z-affines Marketing vor. 

mr/nie

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