Gute Wasserqualität in drei von vier Badeseen

Willkommene Abkühlung an heißen Tagen: der Nordstrand des Landwehrsees im Sommer des Jahres 1980.
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Willkommene Abkühlung an heißen Tagen: der Nordstrand des Landwehrsees im Sommer des Jahres 1980.

Es sind Ferien und die Sonne brennt vom Himmel: Eigentlich Tage wie für die Badeanstalt geschaffen. Wenn da nicht Corona wäre, würden sich alle auf der Suche nach Abkühlung in den Becken treffen. Die Hygienekonzepte sorgen aber dafür, dass gar nicht erst so viele in den Genuss des kühlenden Nass kommen können. Anstatt sich in die Schlange vor dem Eingang einzureihen, hält mancher lieber nach den Badeseen Ausschau.

Landkreis – „Die Wasserqualität der Badeseen im Landkreis ist gut.“ Das konnte Gesundheitsingenieurin und Laborleiterin Jessica Laß im Wasserlabor des Fachdienstes Gesundheit und Umweltmedizin im Kreishaus schon mal pauschal feststellen. Zumindest was die Belastung mit Bakterien betrifft, habe die Überwachung der vier Seen im Kreisgebiet keine nennenswerten Ergebnisse gezeigt. Allerdings hat die Behörde für den Otterstedter See eine Warnung ausgesprochen.

„Der Otterstedter See ist eingeschränkt zum Baden geeignet“, ist auf der Internet-Seite des Landkreises zu lesen. In dem beliebten See bestehe zurzeit ein vermehrtes Aufkommen an Blaualgen. Die Seen in Blender, Oyten und Stedebergen sind demnach „zum Baden geeignet“.

„Der Otterstedter See neigt dazu, anfällig für die massenhafte Vermehrung der giftigen Algen zu sein“, ist die Erfahrung der Fachfrau aus dem Gesundheitsamt. Deshalb müssen Badende aufpassen, dass sie nicht mit ihnen in Kontakt kommen. „Der Hautkontakt oder das Verschlucken kann insbesondere bei Kindern zu Erbrechen, Übelkeit oder Hautreizungen führen“, warnt die Behörde.

Gerade das sommerliche Wetter begünstige das Algenwachstum. „In puncto Blaualgen kann sich die Lage täglich ändern“, nimmt Jessica Laß die Wasserorganismen sehr ernst. Wind und Wellen können zu Ansammlungen führen, deren Standort im See nicht vorausgesagt werden kann. „Diese Bereiche sollten dann gemieden werden und es sollten besonders Kinder beaufsichtigt werden. Das Baden in Bereichen mit sichtbaren Schlieren sollte vermieden werden.“

Auch im Blender See war es in zurückliegenden vier Jahren zu einer massenhaften Vermehrung der Blaualgen gekommen. In dem nährstoffreichen Gewässer sei zumindest ein erhöhtes potenzial für die Massenvermehrung gegeben. Als die Wasserqualität am 27. Juli gemessen wurde, habe es aber noch keine Hinweise gegeben. Die Bakterien waren nie problematisch und auch aktuell sind sie unauffällig.

Alle vier Wochen untersuchen die Laborantinnen im Kreishaus die Wasserqualität der Seen. Auch im Oyter See und im Stedeberger Landwehrsee waren die bakteriologischen Befunde über Jahre unauffällig. Blaualgen kamen in Stedebergen gar nicht vor. Die Gefahr einer stärkeren Vermehrung sieht das Gesundheitsamt deshalb nicht. In Oyten allerdings hatte das Labor gelegentlich starke Vermehrungen von Blaualgen beobachtet. Deshalb wird auch jetzt ein erhöhtes Potenzial gesehen.

Zumindest die Belastung mit Bakterien in den Seen hänge neben den Einträgen aus Zuflüssen auch von den Witterungsbedingungen ab, erklärt Laß. „Ein Starkregen kann so viel Unrat ins Wasser spülen, dass damit auch die Kolibakterien stark vermehrt werden.“ Wenn dann das Wasser verschluckt wird, könnten Darminfektionen mit Durchfall und Bauchschmerzen die Folge sein.

Von Ronald Klee

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