Gute Laune im Partyzelt

Verdener Flohmarkt leidet unter Dauerregen

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Schiet Wetter, aber trotzdem gute Laune (v.l.): Dieter Scheidies, Philip Schröder, Isabell Priebe, Dennis Willmann, Matthias Scheidies, Nadine Foltes, Daniel Marquardt und Monika Scheidies.

Verden - „Quasimodo“ hat den Verdenern ihren Herbstflohmarkt ganz schön vermasselt. Das gleichnamige Tief sorgte für Dauerregen und war ohne Zweifel der Grund, warum auf der Trödelmeile entlang von Johanniswall und Große Straße überall große Lücken klafften. Im vergangenen Jahr waren es noch knapp 500 Verkäufer. Am Sonnabend zählte Ordnungsamtsleiter Rüdiger Nodorp gerade mal 93 Verkaufsstände.

Auf Empfehlung von Freunden, die im vergangenen Jahr in Verden verkauft hatten, war eine Frau aus Bremen mit ihrer Tochter gekommen. Der Flohmarkt in der Reiterstadt sei toll, man müsse nur früh da sein. Stimmt, jedoch nur bei gutem Wetter. Als sie um 5 Uhr eintrafen, gab es noch Unmengen freier Plätze. Um 10 Uhr sah es nicht anders aus. Die Bremer nahmen es mit Humor und bezahlt machte sich der noch extra am Sonnabend gekaufte Pavillon.

Einnahmen für die Umstände überraschend gut

Bestens gelaunt zeigte sich trotz Schietwetters auch eine Gruppe, die als Regenschutz ein oranges Partyzelt aufgebaut hatten. Nur gut, dass die Standgebühren einzig nach Länge des Standes und nicht nach der Höhe berechnet werden. Matthias Scheidies hatte bei seinen Freunden ordentlich die Werbetrommel für den Flohmarkt gerührt. Die Freunde aus Tostedt, Köln und Pinneberg waren dennoch zufrieden, auch wenn sie sich den Tag in Verden etwas anders vorgestellt hatten.

Wohl dem, der einen Schirm hatte. Ohne ging (fast) gar nichts.

Wann es zuletzt einen so verregneten Flohmarkt gegeben hat, vermochte auch Nodorp nicht einzuschätzen. „Es mag zehn Jahre her sein“, so der Ordnungsamtsleiter. Seit 2.30 Uhr in der Nacht war er vor Ort. „Seitdem regnet es mit kaum wahrnehmbaren Unterbrechungen“, berichtete er am Vormittag. „Ist halt mal so, aber schade ist es trotzdem“, fand der mit den Verkäufern und potenziellen Kunden mitfühlende Fachbereichsleiter.

Die Stimmung bei den Verkäufern war aber dennoch positiv und vielfach berichteten sie von Einnahmen, die angesichts der Umstände überraschend gut gewesen seien. Eine Frau hatte sich auf Schleich-Tiere spezialisiert und wollte um 8 Uhr schon wieder einpacken. Als ein Friseur seinen Salon neben der Verdener Aller-Zeitung öffnete und die Markise ausfuhr, fand sie dann aber den ersehnten Regenschutz.

Das Wetter war einfach zum Abtauchen.

Eine Familie in der Fußgängerzone hatte ihren Stand einfach ein paar Meter nach hinten in den überdachten Eingangsbereich eines leerstehenden Geschäftes geschoben. Die angebotene Kleidung wurde zwar ein wenig nass, doch das nahm die erprobte Hausfrau gelassen. „Kommt nachher alles kurz in den Trockner“, verriet sie.

Flohmarkt in Verden einmal ganz anders. Man muss das Wetter halt nehmen, wie es ist und wer seinen Trödel nicht losgeworden ist, der kann ihn am nächsten Wochenende in Hoya und Thedinghausen auf Flohmärkten anbieten.

wb

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