Ausschuss für Straßen und Stadtgrün fällt Entscheidung

Hochwasserschutz: Günstige Variante soll reichen

Die Gebäude von Lebenshilfe (rechts) und ehemals Sanitär Meyer (links) liegen im Überschwemmungsgebiet der Stadt Verden. - Foto: Koy
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Die Gebäude von Lebenshilfe (rechts) und ehemals Sanitär Meyer (links) liegen im Überschwemmungsgebiet der Stadt Verden.

Verden - „Die Trassierung der Hochwasserschutzmauer (zweiter Bauabschnitt) verläuft von der bestehenden Hochwasserschutzmauer (erster Bauabschnitt) an der Blumenwisch in nördliche Richtung bis zum Gebäude Am Allerufer 6 (Lebenshilfe). Zwischen diesem Haus und Am Allerufer 8 (ehemals Sanitär Meyer) wird eine mobile Abschottung hergestellt.“

Diesem Beschlussentwurf stimmte der Ausschuss für Straßen und Stadtgrün unter Vorsitz von Carsten Hauschild am Mittwochabend einmütig zu. Was relativ überzeugend und einfach klingt, hat seine kleinen Hindernisse im Detail. Das wurde in der anschließenden Diskussion deutlich.

Vier Varianten waren vorgestellt worden, um den Hochwasserschutz in diesem Bereich zu gewährleisten. Klar war aber sehr schnell, dass die Besitzer von Häusern, die jetzt schon in einem Überschwemmungsgebiet liegen, keinen gesetzlichen Anspruch auf städtische Schutzanlagen hätten. Im Falle der Lebenshilfe müsste sie ihr Haus also selbst hochwassersicher machen. Vorsitzender Hauschild hatte so seine Zweifel. Ob das allen gesetzlich vorgeschriebenen Ansprüchen genüge, wollte er infrage stellen.

Kostenspanne liegt zwischen 256.000 und 568.000 Euro

Der Ausschuss hatte aber am Mittwoch nur die Aufgabe, sich für eine Variante zu entscheiden. Die Kostenspanne liegt zwischen 256.000 und 568.000 Euro. Da sich die Verwaltung für die günstigste Version entschieden hatte, gab es schließlich in dem Gremium dafür die Zustimmung. Zur Verhinderung von Durchströmung durch die Kellerräume bei Hochwasser müssten vor den Kellerfenstern sowohl bei Lebenshilfe als auch bei Sanitär Meyer mobile Schotte vorgesehen werden. 

Positiv sei dabei allerdings laut Rainer Kamermann von der Verwaltung, dass durch die Lebenshilfe eigene Maßnahmen zur Ertüchtigung des eigenen Gebäudes als Vorsorge gegen das hundertjährige Hochwasser der Stadt in Aussicht gestellt werden.

Neuer Bebaungsplan

Wie berichtet, soll für den kompletten Bereich Am Allerufer mit der neuen Anbindung an das Nordertor ein neuer Bebaungsplan aufgestellt werden. Nach der Grundsatzentscheidung zum Verlauf der Hochwasserschutzmauer im Ausschuss für Straßen und Stadtgrün wird die Vorlage nun dem Ausschuss für Stadtentwicklung vorgelegt, weil die Trasse der Hochwassermauer im besagten Bebauungsplan festgesetzt werden muss.

Übrigens hat die Lebenshilfe in einem Schreiben vom vergangenen Monat schon einmal erklärt, dass sie davon ausgehe, an den Kosten des Hochwasserschutzes der neuen Straße nicht beteiligt zu werden, sollte der Verlauf, wie geplant, hinter deren Gebäude liege. Wie die Stadtverwaltung dazu mitteilt, habe die Mauer analog zum bereits hergestellten ersten Bauabschnitt eine Höhe von 90 Zentimetern. Aufgrund der Höhenlage des anschließenden Geländes reiche diese Höhe aus, um den Hochwasserschutz ohne mobilen Aufsatz zu gewährleisten. - koy

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