Grüne Sterne für Nachhaltigkeit: Firmen-Tagung zu Zertifizierung in Verden

Mars-Offensive soll Ausstoß von Treibhausgas mindern

+
Bjoern Anderseck (l.) und Florian Pörtner (r.) wollen mit Romald Heuvelmans den „Lean and Green“-Prozess voranbringen.

Verden - „Wir können so nicht weitermachen“, sagt Romald Heuvelmans. Der Mars-Manager im Bereich Logistik spricht von der Umwelt und meint nicht nur seinen Arbeitgeber. Das Thema Nachhaltigkeit hat 23 Betriebe aus ganz Niedersachsen unter dem Dach der Verdener Niederlassung zusammengeführt. Sie alle streben an, den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxyd um 20 Prozent zu vermindern.

Gerade die Logistik-Branche hat nicht den besten Ruf in Sachen Umweltschutz. Das ist Heuvelmans bewusst. Umso mehr vertritt er das umweltpolitische Ziel, dem sich sein Arbeitgeber verschrieben hat. „Mars Deutschland hat so etwas wie eine Vorreiterrolle übernommen“, erklärt der Direktor Logistik. „In einer Generation, bis 2040, wollen wir neutral werden, was die CO2-Emissionen betrifft“, fasst Heuvelmans die Perspektive zusammen.

Dabei liege der Blick aber erst im zweiten Schritt bei der nachhaltigen Gestaltung von Prozessen bei der Produktion von Tiernahrung und anderen Mars-Produkten. Priorität hat zunächst Heuvelmans Bereich, die Logistik. Und weil Transport und Lagerung von Chappi und Co. Dienstleister erledigen, hat Mars für die „Lean and Green“-Offensive erstmal diese Partner im Auge.

Die Unternehmen lassen sich auf einen Optimierungsprozess ein, in dem sie durchleuchtet werden. Ein Aktionsplan zeige dann Wege auf, wie Abläufe effizienter gestaltet, Mitarbeiter, vor allem natürlich die Fahrer auf spritsparendes Verhalten, geschult, aber auch technische Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs vorgeschlagen werden. Wenn der TÜV dann nach fünf Jahren feststellt, dass das Ziel erreicht ist, die Minderung des CO2-Ausstoßes um mindestens 20 Prozent, gibt es den Green-Award-Star.

Das Zertifizierungsverfahren wurde beim Niederländischen Unternehmen Connekt entwickelt. „Die sind da schon einiges weiter“, weiß Heuvelmans. Nicht nur Unternehmen haben sich bereits ihren Stern erworben. „Mittlerweile bewerben sich sogar Kommunen wie die Stadt Venlo“, berichtet er.

Auf Bundesebene haben sich bereits große Unternehmen wie der Bierbrau-Konzern Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Henkel, Lidl und Reemtsma in den Prozess begeben. Aber so groß wie in den Niederlanden sei die Begeisterung noch nicht, hat Heuvelmans festgestellt. Tagungen wie die in Verden sollen dieses Interesse stärken.

Und immerhin sind beim Treffen nicht nur Speditionen vertreten. „Der Handel und auch Produzenten sind dabei“, berichtet Bjoern Anderseck von Mars. Lizenznehmer der Niederländischen Zertifizierer ist in Deutschland „GS 1“. „Wir sind die Schnittstelle zu Connekt und begleiten den Prozess in den Unternehmen“, erklärte Florian Pörtner vom Team Nachhaltigkeit von „GS 1“ seine Rolle bei der Tagung. Er ist fest überzeugt, dass das Ziel „Minus 20 Prozent“ allein durch Optimierung und Effizienzsteigerung an vielen Stellen möglich ist. „Schonen von Ressourcen ist das Prinzip“, bestätigt Heuvelmans.

kle

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Bilder: Deutsche Frauen holen Sieg gegen Italien

Bilder: Deutsche Frauen holen Sieg gegen Italien

Eskalation: Palästinenser brechen Kontakte zu Israel ab

Eskalation: Palästinenser brechen Kontakte zu Israel ab

DFB-Frauen auf Kurs EM-Viertelfinale: 2:1 gegen Italien

DFB-Frauen auf Kurs EM-Viertelfinale: 2:1 gegen Italien

Tritt Prinz George in die Fußstapfen seines Vaters? 

Tritt Prinz George in die Fußstapfen seines Vaters? 

Meistgelesene Artikel

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Vorsicht gegenüber der Weser-Robbe

Werner Oedding aus Schülingen und die Folgen der Erdgasförderung

Werner Oedding aus Schülingen und die Folgen der Erdgasförderung

Kommentare