Bürgerbeteiligung im Rathaus

In Verden wird geplant: Grüne Gärten statt Pflastersteine

Viele Diskussionen und Gespräche gab es in den Reihen der Teilnehmer zur Gestaltung der Örtlichkeiten.
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Viele Diskussionen und Gespräche gab es in den Reihen der Teilnehmer zur Gestaltung der Örtlichkeiten.

Da wo jetzt noch Steine liegen, den Boden versiegeln, soll es grünen und blühen. Mitten in der Stadt. Wie es mal aussehen könnte, darüber wurde im Rathaus Verden diskutiert. Drei Gärten sind geplant und die Bürger sollen sagen, was sie sich vorstellen, so der Plan.

Erst vor wenigen Wochen hat die Stadt Verden vom Land Niedersachen die verbindliche Zusage über Fördermittel erhalten, die der Belebung der Innenstadt dienen. Fließen werden die Gelder aber nur, wenn die Projekte bis März 2023 abgeschlossen sind. „Wir müssen folglich Gas geben“, so Bürgermeister Lutz Brockmann beim offiziellen Auftakt im Verdener Ratssaal. Vorgestellt wurden der Öffentlichkeit zunächst einmal die Möglichkeiten der Einbindung von Bürgern bei der Vorbereitung eines Planungswettbewerbs für drei Innenstadtgärten im Bereich Domherrenhaus, Prediger- und Ritterstraße. Federführend wird das Bremer Planungsbüro Protze & Theiling mit am Tisch sitzen.

Stadt Verden: Mit Fördermitteln Gärten gestalten

„Wir wollen, dass ihre Anregungen in die Planungen miteinfließen, schließlich sind ihnen die Örtlichkeiten bestens bekannt“, sagte Brockmann an die Adresse der anwesenden Bürger. Neben der Aufwertung der Innenstadt soll mit Umsetzung der Pläne auch eine Verbesserung des Kleinklimas erreicht werden. Unterschiedliche städtische Grünflächen zu vernetzen, Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten zu schaffen und zu einem Biotopverbund verknüpfen, so die Idee.

Bürgermeister Lutz Brockmann: Wir wollen, dass ihre Anregungen in die Planungen miteinfließen

Wie genau der Planungsprozess und die spätere Umsetzung vonstattengehen soll, wurde von Landschaftsarchitektin Käthe Protze erläutert, die auch durch die Veranstaltung führte. Sie erklärte die wesentlichen Schritte im Planungsprozesses und gab anhand von Skizzen und Fotografien eine kurze Übersicht über erste Details aus der bisherigen Bestandsaufnahme, die auf der engen Zusammenarbeit von Stadt und Planungsbüro basiert.

Die Vorschläge kamen an die Pinnwand.

Drei Orte in der Innenstadt Verden sollen entsiegelt und bepflanzt werden

So sollen die genannten Bereiche konsequente entsiegelt werden, statt Steinpflaster soll es grüne Erholungsinseln inmitten der Stadt geben. Große Würfe sind allerdings nicht geplant. Alle genannten Flächen sind kleinteilig und der planerische Spielraum wird außerdem durch örtliche Gegebenheiten, wie etwa durch das jüdische Denkmal in der Ritterstraße oder den Störtebeker-Brunnen neben dem Domherrenhaus, eingeschränkt. Dass der Vortrag die richtigen Impulse setzte, zeigt sich im Anschluss: Die Teilnehmer waren aufgefordert, selbst ihre Wünsche, Anregungen, aber auch Bedenken bezüglich der geplanten Projekte herauszuarbeiten, was zu regen Debatten und mehreren Dutzend Beiträgen führte. Die Anregungen werden vom Planungsbüro sondiert und in den Wettbewerb mit einfließen. Damit werde eine wichtige Grundlage für den weiteren Prozess geschaffen, betonten die Verantwortlichen von Verwaltung, darunter Bürgermeister Brockmann und Silke Schwarz vom Fachbereich Straßen und Stadtgrün, sowie das Planungsbüro.

Zwei Büros für Landschaftsarchitektur aus Hamburg und Hannover sind in die weiteren Planungen eingebunden. „Wir werden die Wettbewerbsunterlagen am 1. Dezember versenden“, informierte Käthe Protze über den weiteren Ablauf. Zudem werde es eine weitere Ortsbeghung mit den Planungsbüros geben.

Als Abgabetermin für die Wettbewerbsunterlagen wurde der 1. März terminiert. Am 17. März wird dann das Preisgericht mit den Verantwortlichen tagen. Nach Bekanntgabe die Ergebnisse sollen diese vom Sommer 2022 bis Frühling 2023 zügig umgesetzt werden.  

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