SPD und Grüne dafür / CDU lehnt ab

Klimamanager bei der Stadt Verden

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Mediengruppe Kreiszeitung

Verden - Im Stellenplan der Stadt Verden steht der Posten eines Klimamanagers. Noch ist die Stelle nicht besetzt, und das soll auch so bleiben, sagt die CDU.

Im Stadtrat entwickelte sich am Dienstagabend zu dem Thema eine rege Diskussion. Jens Richter hatte sich dafür stark gemacht, den Posten wieder zu streichen. Die Stadt würde circa 90000 Euro jährlich sparen, so der CDU-Fraktionschef. Auch Jürgen Weidemann (FDP) hatte er auf seiner Seiner Seite.

Wohlwissend, dass es um das Klima nicht gut bestellt ist, will Richter sich dennoch kümmern. „Kein Zweifel, wir müssen etwas tun.“ Federführend sieht er da jedoch andere Stellen in der Pflicht. „Die Stadtwerke haben die notwendige Fachkompetenz und der Landkreis hat zudem ebenfalls den Posten eines Klimamanagers ausgeschrieben. Da wird es Konzepte geben, von denen wir dann profitieren können.“ Städte von mittlerer Größe wie Verden, so wusste Richter, hätten im Normalfall keinen eigenen Klimamanager. „Ich habe mich da informiert.“

Für die SPD unterstrich deren Fraktionschef Michael Otten die Notwendigkeit, die Position unbedingt zu besetzen. „Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt, Verden sollte hier weiter denken und eine Vorreiterrolle einnehmen.“ Rasmus Grobe von Bündnis90/Die Grünen zeigte sich enttäuscht und äußerte: „Ich hatte gehofft, dass wir diese Diskussion nicht führen müsen.“ Grobe weiter: „Klimaschutz ist ein Thema, das nicht warten kann.“ Die Bundesregierung mit Angela Merkel an der Spitze habe deutlich gemacht: „Wir müssen was tun.“ Dabei habe sie aber auch die Kommunen in die Pflicht genommen. „Für uns hat das absolute Priorität.“ Anja König (CDU) sprang ihrem Fraktionschef zur Seite. „Dass wir was machen, ist ja beschlossen, nur wer es macht, da gibt es eben verschiedene Ansichten“, so König.

Eine Mehrheit gab es für den Antrag von Richter jedoch nicht.

mw

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