Impfaktion in Verden für 2100 Beschäftigte von Kitas, Grund- und Förderschulen

Großes Interesse am Coronaschutz

Eine Kita-Erzieherin erhält ihre Impfspritze.
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2100 Mitarbeiter aus Kitas, Grund- und Förderschulen wurden geimpft.

Landkreis – So viel los wie an den letzten beiden Wochenenden war in der Sporthalle der Grundschule am Lönsweg wohl seit dem Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr. 2100 Beschäftigte aus den Kitas, Grund- und Förderschulen im Kreisgebiet wurden geimpft. Während im Impfzentrum am Verdener Kreishaus der Regelbetrieb weiterlief, hatten die Mitarbeiter der Einrichtungen als besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen Gelegenheit, sich die Spritze abzuholen. Und die nutzten sie offenbar gerne und in großer Zahl.

Jeweils von Freitagmittag bis Sonntagabend folgten Kindergärtnerinnen, Lehrer und Lehrerinnen, aber auch Praktikanten und andere Kräfte aus den Einrichtungen der Einladung. Teilweise waren ganze Belegschaften, wie etwa aus der Achimer Kita Mitte, gekommen. Aber auch da, wo sie nicht komplett antraten, war die Bereitschaft zur Impfung groß. Manche hatten gesundheitliche Gründe von der Teilnahme abgehalten.

Psychologische Nebenwirkungen

Verweigerungen spielten offenbar keine große Rolle, sodass die überwiegende Zahl der Mitarbeiter die Erst-Impfung erhalten hat. „Wir haben eine hohe Impfquote“, berichtete etwa Ulrike Buhrdorf von den Achimer Himmelsstürmern, „aber auch eine hohe Ausfallquote.“ Bereits nach dem ersten Impfwochenende, so teilte sie auf Nachfrage mit, seien Kolleginnen zuhause geblieben, nachdem sie Symptome festgestellt hatten. Und auch gestern war die Mitarbeiterschar in der Kita vermindert. „Wir haben alle Astrazeneca bekommen. Obwohl das meist ganz normale Nebenwirkungen sind, könnte die Psychologie eine Rolle spielen“, nimmt Buhrdorf an. Die Planungen für die zusätzlichen Impfungen waren vor eineinhalb Wochen durch die bundesweite Aussetzung des Impfstoffs kurzfristig gestoppt worden, konnten aber nach Wiederfreigabe des Vakzins dann doch wie geplant durchgeführt werden.

In den Schulen spielten Ausfälle nach der Impfung wegen dem Beginn der Osterferien keine Rolle. Aber Teilnehmerreaktionen meldet der Landkreis: „Es ist schon eine große Erleichterung, jetzt die erste Impfung bekommen zu haben und dann bald auch mit dem kompletten Impfschutz vor der Klasse zu stehen“, so der Kommentar einer Grundschullehrerin aus Oyten.

Exponierte Berufsgruppen

„Es ging an beiden Wochenenden darum, die besonders exponierten und zugleich größten Berufsgruppen in den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen zu impfen – gerade auch vor dem Hintergrund der starken Ausbreitung der leichter übertragbaren britischen Coronavirus-Variante“, erklärt Pressesprecher Ulf Neumann. Genaue Zahlen über den Anteil der Geimpften in den Einrichtungen hat die Behörde nicht, weil ihr nur die Impfwilligen gemeldet werden.

„Weil zahlreiche Impfeinwilligungen und Anamnesebögen der Impflinge bereits im Vorfeld der Aktion durch die Einrichtungen vorbereitet wurden, konnten wir an den Wochenenden äußerst zügig durchimpfen“, berichtet Andrea Schröder, eine der organisatorischen Leiterinnen des Impfzentrums.  kle

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