Wilhelm Dunker verabschiedet aus Aufsichtsrat

Großes Geschenk von Können und Zeit

Michael Grashorn (Vorstand) und Doris Löwe (Aufsichtsratsvorsitzende, v.l.) fanden viele anerkennende Worte für Wilhelm Dunker, hier mit Ehefrau Renate. - Foto: Lebenshilfe Verden

Verden - Abschiedsfeiern sind dazu da, grundsätzlich nur Gutes über denjenigen zu sagen, der geht. Egal, was man tatsächlich denkt. Im Fall von Wilhelm Dunker, dem nunmehr ehemaligen zweiten Aufsichtsratsvorsitzenden der Lebenshilfe Verden, kamen die lobenden, anerkennenden und dankbaren Worte der Festredner dagegen aus tiefstem Herzen – und das spürten die Gäste der Abschiedsfeier sofort.

Nach zehn Jahren in diesem Amt zieht Dunker sich jetzt zurück, bleibt der Lebenshilfe aber als Vereinsmitglied, wohlwollender Förderer und Begleiter erhalten.

„Zeit und Kompetenz – diese zwei Dinge, die heute sehr schwer zu bekommen sind – haben Sie mit Hingabe und ehrenamtlich der Lebenshilfe geschenkt“, formulierte Aufsichtsratsvorsitzende Doris Löwe ihren Dank an Wilhelm Dunker und brachte damit zwei seiner größten Stärken auf den Punkt: Der Dauelser Wilhelm Dunker hat sich von Anbeginn enorm für die Belange der Lebenshilfe Verden engagiert und war dafür als langjähriger Landkreismitarbeiter und Leiter des Sozialamtes qualifiziert wie kein Zweiter.

Auch Michael Grashorn, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Verden, drückte auf sehr persönliche Weise seinen Dank aus: „Mit Wilhelm Dunker hatten wir einen Mann im Aufsichtsrat, der uns und unserer Arbeit immer vertraut hat, in guten wie auch in schlechten Zeiten. In der heutigen Zeit ist das nicht selbstverständlich, dafür kann man sich gar nicht genug bedanken.“ In seiner Rede hob Grashorn außerdem Dunkers Bodenständigkeit und die Klarheit seiner Positionen hervor. „Was mich immer fasziniert hat: Wilhelm Dunker ist klar in der Sache und gleichzeitig sehr zugewandt und offen. Das muss man erstmal hinbekommen.“

Dunker selbst versuchte das allseitige Lob zu relativieren und damit die Grundprinzipien einer Abschiedsfeier auf den Kopf zu stellen. Es habe auch Fehlentscheidungen gegeben, räumte er ein. Doch das wollte niemand hören angesichts all seiner Verdienste.

Für die musikalische Untermalung sorgten Maike Sander (Bassflöte) und Margitta Ludwigs (Gitarre). Die Mäusegruppe aus dem Kinderhaus Eitze überraschte die Gäste mit zwei Liedern zum Thema Reisen und Abschied.

Und so blieb ihm am Ende nicht anderes übrig, als die vielen Dankesworte möglichst gefasst entgegenzunehmen und darauf zu verweisen, dass er ja noch für die Lebenshilfe da sei. Jetzt haben erst einmal die Familie mit Enkelkindern, sein Garten und seine Reiseleidenschaft oberste Priorität.

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