Seit 30 Jahren regelmäßig

Puppenspieler Matthias Träger in der Kita St. Nikolai

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Nach der Vorstellung wollten alle Bo und Pizzico einmal anfassen.

Verden - Schon seit 30 Jahren ist Puppenspieler Matthias Träger regelmäßig zu Gast in der Kita St. Nikolai. Auch jetzt in der Vorweihnachtszeit baute er im Gemeindesaal wieder seine Bühne auf und erzählte den Kindern zwei lustige Geschichten vom „Großen Bo und kleinem Pizzico“.

Zur Vorstellung waren auch Kinder aus dem Waldkindergarten und der Kita Sachsenhain eingeladen. Das junge Publikum ging begeistert mit und durfte am Ende der Vorstellung Bo und Pizzico sogar anfassen.

Der gebürtige Bremer Matthias Träger ist bereits seit 1985 Puppenspieler. Mittlerweile lebt er seit mehr als 25 Jahren an der Mosel. Er hat aber auch viele Jahre in Frankreich und der Toskana verbracht. Alle seine Figuren baut der Puppenspieler eigenhändig, auch die Stücke schreibt und inszeniert er selbst. „Nach 14 Jahren Italien spiel ich Tischtheater im italienischen Stil“, erzählt Träger.

Stücke ohne "furchtbare" Klischees

Seine Stücke kommen ohne das Klischee von gut und böse aus. „Ich finde Klischees ganz furchtbar, davon gibt es viel zu viele auf der Welt“, sagt der Puppenspieler. So sind auch Bo und Pizzico zwei sympathische Typen. Sie streiten sich zwar manchmal, bringen auch viele witzige Slapstickaktionen. Er bemühe sich, seine Stücke so zu schreiben, dass sie auch ohne Text verständlich sind, so Träger.

Das junge Publikum in der Kita St. Nikolai ging bei der Vorstellung begeistert mit.

Seine Geschichten leben vom spielerischen Text und musikalischen Einlagen. „Die Kinder gehen mit kleinen Reimen oder einem Lied nach Hause.“ Früher habe er auch für Erwachsene gespielt, berichtet er, aber mittlerweile seien ihm Kinder viel lieber. „Ich liebe Kindertheater. Kinder sind ein super Publikum, da kommt immer eine Reaktion zurück“, weiß der Puppenspieler.

Begeisterter Applaus

So war es auch in St. Nikolai. Die Kinder nahmen regen Anteil, als Bo im Schlaf die ganzen Frühstückskringel auffutterte und den kleinen Pizzico schier zur Verzweiflung trieb. Staunend erlebten sie in der zweiten Geschichte, dass aus der gefräßigen Raupe, die Bos schöne Blume kahlgefressen hatte, plötzlich ein wunderschöner Schmetterling wurde, der ins Publikum schwebte.

Am Ende gab es begeisterten Applaus und auf die Frage, ob Matthias Träger im nächsten Jahr wiederkommen soll, ertönte ein vielstimmiges „Ja“. Anschließend war der Puppenspieler dicht von den Kindern umringt, alle wollten Bo und Pizzico einmal anfassen. - ahk

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