Dauelser wollen neues Domizil errichten

Große Mehrheit der Schützen stimmt für den Neubau

91 Prozent der bei der Versammlung anwesenden Vereinsmitglieder stimmten für einen Neubau. - Fotos: Bruns

Dauelsen - Deutlicher hätte die Entscheidung kaum ausfallen können. Mit einer Mehrheit von 91 Prozent haben sich die Dauelser Schützen für den Bau eines neuen Vereinsdomizils am Bettenbruch ausgesprochen. Bei ihrer jüngsten Versammlung in dem bis Monatsende zu räumenden Schützenhaus haben die Mitglieder am Donnerstagabend in geheimer Abstimmung den Startschuss für den Neubau gegeben.

„Wir wollten keinen Druck ausüben und haben deshalb geheim abstimmen lassen“, erklärte der Vereinsvorsitzende Andreas Kruse. Unter den 74 Anwesenden waren sechs nicht stimmberechtigte Jugendliche. Für den Neubau stimmten 62 Mitglieder bei einer Enthaltung und fünf Gegenstimmen.

Bis Ende Juli muss der Verein das derzeitige Schützenhaus geräumt haben. Danach ist der Verein obdachlos. Der derzeitige Schießstand ist zwar Vereinseigentum, steht aber auf dem Grundstück der im Frühjahr abgerissenen Gaststätte „Eichenkrug Früchtnicht“. Weil dort moderne Mehrfamilienhäuser entstehen, muss der benachbarte Schießstand weichen.

„Es war uns ganz wichtig, ein eigenständiger Verein zu bleiben“, sagt Kruse.

91 Prozent der bei der Versammlung anwesenden Vereinsmitglieder stimmten für einen Neubau. - Fotos: Bruns

Vor genau 120 Jahren wurde der Schützenverein gegründet. 1955 entstand die Jugendabteilung, 1974 die Damenabteilung und 1984 die Bogensparte. Rund 175 Mitglieder sind es insgesamt. Eine Entscheidung gegen den Neubau hätte vermutlich auch das Ende des Vereins bedeutet, doch nun blicken die Schützen wieder positiv in die Zukunft.

Am Bettenbruch gegenüber der Tennishalle des TSV soll der Neubau in Form einer Halle entstehen. Die Stadt stellt dafür als Verpächter ein Grundstück zur Verfügung. „Bei der Stadt war man sehr entgegenkommend. Maßgeblich geholfen hat uns auch der Kreissportbund, dort insbesondere Wolfgang Golasowski, betont Kruse. Golasowski ist derzeit kommissarisch eingesetzt als stellvertretender Vorsitzender im Bereich Sportentwicklung.

Die Finanzierung steht, die Verträge sind unterschrieben, eine Baugenehmigung liegt bereits vor, erklärt Kruse. Als nächstes müssen Ausschreibungen erstellt werden. Diese seien erforderlich, weil die Baumaßnahme mit Zuschüssen von Landessportbund, AVS und Landkreis realisiert wird.

Verein hofft auf Unterstützung durch Spenden

„Es braucht keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und keine Umlage“, so Kruse. Austritte wären dann zu befürchten gewesen. Lieber setzt man auf eine freiwillige Unterstützung der Mitglieder durch Spenden. „Die benötigen wir natürlich“, sagt Kruse. Denn der Verein musste einen Kredit für den Neubau aufnehmen.

Wann die Bauarbeiten konkret starten, vermag er nicht einzuschätzen. „Die Bogenschützen wollen im Winter 2018/2019 in dem Neubau trainieren“, nennt er ein Ziel. Bis dahin liegt viel Arbeit vor Kruse und seinen Mitstreitern, aber er ist glücklich über die Entscheidung. Nichts anderes hatte er erwartet. - wb

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