Große Geburtstagsgesellschaft zum 75. am Denkmal / Erwartungen der Fangemeinde

John Lennons Geist am Mühlentor

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Eine große Fangemeinde hatte sich nahe der Aller zu der Geburtstagsfeier zusammengefunden.

Verden - Viele John-Lennon-Fans pilgerten nach Verden, um den 75. Geburtstag des 1980 in New York ermordeten Musikers zu feiern. Unweit der Aller, am Mühlentor, trafen sie sich am einzigen deutschen John-Lennon-Denkmal. Es erinnert an einen dreitägigen Besuch der Musiklegende im Jahr 1966 in Verden anlässlich Filmaufnahmen für den Anti-Kriegsfilms „How I won the war“ (Wie ich den Krieg gewann). Genau dort war damals gedreht worden.

„Wenn man da rüber guckt an die Hauswand, an die Ecke, wenn man genau hinguckt, dann kann man John Lennon noch vorbei huschen sehen, so wie es in dem Film auch passiert ist“, sagte Alfred Ebeling vom Beatles-Stammtisch Hannover in einer kurzen Ansprache. „Imagine“, warf eine Frau spontan in Anlehnung an einen der unvergesslichen Hits ein. Es war nur einer der Klassiker, die an diesem Freitagnachmittag verschiedene Musiker sangen und mit ihnen ein 100-köpfiger Fan-Chor.

„Es ist ein schöner Ort zum Gedenken“, betonte Ebeling. Zusammen mit 35 Fans war er nach Verden gekommen. Genauso wie Mitglieder eines Beatles-Stammtisches aus Aschersleben. In Verden wollen Wolfgang Bielfeldt, Gerald Piepenburg und Harry Schwertner einen Beatles-Fan-Club gründen.

Das Denkmal liegt zwar etwas abseits, doch nach Überzeugung von Verdens stellvertretenden Bürgermeisterin Anja König und vielen Fans genau am richtigen Ort. „Den Geist John Lennons würden wir auf dem Marktplatz nicht spüren“, stimmte sie Ebeling zu. Sammlerherzen schlugen höher, als sie Singles aus Jugendtagen zeigte.

Vor Ort wurden zudem erste Überlegungen laut, wie man das Jubiläum im nächsten Jahr begehen könnte. Die „Geburtstagsgäste“ rechneten bereits mit Fans aus ganz Deutschland und England, die für ein Lennon- und Beatles-Wochenende nach Verden kommen würden. Da könnte sich Großes entwickeln.

Die Musik fasziniert noch heute und so hatte Elena Artisi, ebenfalls bekennender Fan, ihre Freunde vom Jugendchor der St. Johannisgemeinde nicht lange überreden müssen, um am Denkmal aufzutreten. „Give peace a chance“, sangen sie und machten damit mächtig Eindruck.

Auf den Bronzetafeln von denen eines den berühmten „Pilzkopf“ mit Nickelbrille, Helm und Friedensbrille zeigt, wurden Rosen niedergelegt. „Da kommen einem die Tränen“, gestand eine Frau und nahm sichtlich bewegt ein Taschentuch zur Hand. Doch die Fröhlichkeit überwog und so ging es musikalisch weiter mit Klassikern wie „Yellow submarine“ oder „Eight days a week“.

wb

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